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0,4 Cent gegen Angst

BERLIN (HL). Weniger als einen halben Cent pro Tag kostet es - zu Fabrikabgabepreisen -, mit zwei Tabletten des Anxiolytikums Opipramol Angstzustände zu therapieren.

Veröffentlicht:

Die Packung mit 20 Tabletten, ausreichend für zehn Tage, wird vom Hersteller an Großhandel oder Apotheken für vier Cent (netto) verkauft.

In der Apotheke kostet das Generikum jedoch für Patienten und ihre Krankenkassen nach Aufschlag der Handelsspannen und Mehrwertsteuer 10,54 Euro je Packung, teilt der Industrieverband Pro Generika mit.

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Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 17.07.201217:28 Uhr

Anxiolytisches Gespräch?

Dabei werden allein 8,10 Euro (natürlich rabattiert) als "Entnahmeentgelt" (böse Zungen sagen auch "Schubladengebühr" dazu) für die Apotheken berechnet.
Verbale Intervention, flankierende Maßnahmen oder einfach nur das ärztliche anxiolytische Gespräch über die Angst verschwinden im längst für Hypertonie, KHK und Hypercholesterinämie verbrauchten Regelleistungsvolumen (RLV). "Sprechende Medizin" wird genau so wenig wert geschätzt wie hoffentlich immer sinnvoll eingesetzte Generika - Kleinpackungen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Dr. Rainer Fink 17.07.201217:00 Uhr

Unser Krankheitssystem!

Unglaublich, wie in den diversen Kanälen Geld verschwindet.
Allerdings kann eine Medikation oft nur der Einstieg in eine ausreichende und nachhaltige Angsttherapie sein; dabei aber auch die Chancen für eine kurzfristigere Psychotherapie deutlich erhöhen.
Ich plädiere für eine "säkularisierte" Psychotherapie durch die Psychiater oder ärztlichen Psychotherapeuten, die die Möglichkeit zu kombinierten Behandlungen haben.

Dr. Rainer Fink
Augsburg

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