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Berlin

42 Pflege-Azubis aus Vietnam starten Arbeit

Altenpfleger werden dringend gebraucht. In Berlin startet ein Ausbildungsprojekt nun in Runde zwei.

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BERLIN. Das Projekt zur Altenpflegeausbildung vietnamesischer Einwanderer im Berliner Vivantes-Klinikkonzern wird fortgesetzt. Am 1. Oktober starteten 42 neue Azubis aus Vietnam bei der Pflegetochter des größten deutschen Klinikkonzerns ihre Ausbildung.

Aus dem ersten Durchgang werden nun 15 vietnamesische Pflegekräfte in die Berliner Vivantes-Häuser übernommen. "Wir freuen uns sehr, dass unser Ausbildungskonzept aufgegangen ist", so Dr. René Herrmann, Geschäftsführer der Vivantes Hauptstadtpflege.

Erfreut zeigte sich auch der Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU). Altenpflegerinnen würden dringend gebraucht. "Nach Ausbildungsabschluss haben sie hier eine stabile berufliche Perspektive - und tragen dazu bei, den wachsenden Bedarf an Altenpflegefachkräften abzudecken."

Die vietnamesischen Azubis sind von den Pflegeheimbewohnern mit Freude empfangen und durch ihre Herzlichkeit und Zuwendung akzeptiert worden.

Das berichtet Sabine Senkbeil, Leiterin der praktischen Ausbildung. "Die anfänglichen Sprachschwierigkeiten konnten durch den kontinuierlich begleitenden Unterricht einer professionellen Sprachschule gut bewältigt werden", so Senkbeil.

Der neue Ausbildungsdurchgang, der am 1. Oktober gestartet ist, wurde nach ihren Angaben schon in Hanoi intensiv durch das Goetheinstitut auf die deutsche Fachsprache vorbereitet.

Die Teilnehmerinnen der zweiten Runde des Pilotprojekts, das vom Bundeswirtschaftsministerium initiiert wurde, sind zwischen 20 und 25 Jahre alt und bringen den Angaben zufolge bereits Fachwissen mit. Die Ausbildung kann daher auf zwei Jahre verkürzt werden.

Um ihnen den Start in der neuen Umgebung und Kultur zu erleichtern, vermittelt das Unternehmen Patenschaften an Mitarbeiter. Der Konzern kündigte zugleich an, dass er die Ausbildungskooperation mit dem Land Vietnam auch nach dem Ende des Pilotprojektes fortsetzen will. (ami)

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