AOK-Patienten haben bei Windeln wieder die Wahl

GOSLAR/BRAUNSCHWEIG (pid). Nach monatelangem Streit um die so genannten "Windel-Verträge" hat die AOK Niedersachsen Konsequenzen gezogen.

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Ab Juli können die Versicherten in der AOK-Region Braunschweiger Land wieder selbst entscheiden, über wen sie ihre Inkontinenzhilfsmittel beziehen. Sie sind damit nicht mehr gezwungen, nur Produkte eines bestimmten Windelherstellers zu verwenden, mit dem die AOK einen Liefervertrag geschlossen hatte. Versicherte, die zu Hause leben, könnten den Lieferanten beibehalten oder ihr Rezept in einer Apotheke oder einem Sanitätshaus einlösen.

Zuvor hatte es vor allem im Raum Goslar und Salzgitter Beschwerden über die Lieferfirma gegeben. Betreiber von Altenheimen beklagten sich über Qualitätsmängel und Lieferengpässe. Bei bettlägerigen Heimbewohnern habe die mangelhafte Qualität der Windeln zu Wundinfektionen geführt. Die AOK hatte im vergangenen Herbst die Versorgung mit Inkontinenzprodukten umstrukturiert. Um Kosten zu senken, hatte die Kasse europaweit Großaufträge für Windeln ausgeschrieben und Lieferverträge mit Partnerfirmen geschlossen.

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