Arzneimittelpolitik

ASS bald nur noch als Kleinpackung ohne Rezept?

Veröffentlicht: 13.01.2010, 15:10 Uhr

BONN (art). Arzneimittel mit Acetylsalicylsäure (ASS) dürfen möglicherweise demnächst nur noch in kleineren Packungen rezeptfrei abgegeben werden. Der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht, der am Dienstag beim BfArM in Bonn tagte, hat sich für Packungsobergrenzen für eine Reihe von OTC-Analgetika ausgesprochen. So soll die Gesamtmenge von rezeptfrei erhältlicher ASS auf 10 g je Packung beschränkt werden.

Die 500 mg Wirkstärke wäre dann nur noch in Packungen bis zu 20 Tabletten ohne Verschreibung erhältlich. Einschränkungen soll es auch für Diclofenac (maximal 500 mg je Packung), Ibuprofen (maximal 8 g), Phenazon (maximal 10 g) und Propyphenazon (maximal 10 g) geben.

Die Sachverständigen können nur Empfehlungen aussprechen. Wenn das Bundesgesundheitsministerium diese in die Arzneimittel-Verschreibungsverordnung aufnimmt, könnten die Änderungen mit Zustimmung des Bundesrates am 1. Juli dieses Jahres in Kraft treten.

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