Nachruf

"Ärzte Zeitung" trauert um Ingeborg Bördlein

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Ingeborg Bördlein.

Ingeborg Bördlein.

© Illian

Sie machte gerade eine journalistische Ausbildung, als sie im Redaktionsflur eine Notiz am Schwarzen Brett entdeckte: "Mitarbeiter für eine Tageszeitung für Ärzte gesucht". An ihrem 30. Geburtstag hat Ingeborg Bördlein 1983 ihren ersten Beitrag für die "Ärzte Zeitung" geschrieben.

Länger als die Hälfte ihres Lebens hat sie uns seitdem als freie Journalistin für die Region Mannheim-Heidelberg - einem der bedeutendsten deutschen Forschungsstandorte in der Medizin - die Treue gehalten.

Sie war eine der ersten regionalen Korrespondentinnen und Korrespondenten der "Ärzte Zeitung" überhaupt. Jetzt ist unsere Kollegin nach schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren gestorben. Das Team der "Ärzte Zeitung" trauert zusammen mit ihren Angehörigen.

Dass Ingeborg Bördlein über viele Jahre nicht nur Beiträge für das Medizin-Ressort unserer Zeitung, sondern auch für die Gesundheitspolitik schrieb, kam nicht von ungefähr: Seriös und mit großem Sachverstand richtete sie als Wissenschaftsjournalistin ihren Fokus nie ausschließlich auf die Forschung, sondern hatte immer auch die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Blick. Sie hatte vor ihrer Journalismusausbildung Germanistik, Geschichte und Politik studiert.

Dass schließlich Medizin und Naturwissenschaften den Inhalt ihres Journalistenberufs prägten, hatte nicht zuletzt familiäre Gründe. Gemeinsam mit ihrem Mann, der heute Arzt ist, besuchte sie im Studium Medizinvorlesungen.

Das Team der "Ärzte Zeitung" hat sie als hochkompetente Kollegin geschätzt, die den schnellen Produktionsrhythmus, den eine Tageszeitung im Vergleich zu anderen Printmedien hat, locker mitgehen konnte.

Ihre intensiven Kontakte zum Deutschen Krebsforschungszentrum und zur Uni Heidelberg haben unserer Zeitung im Laufe der Jahre viele Türen geöffnet. Ingeborg Bördleins Tod macht uns traurig und betroffen. Wir werden sie sehr vermissen. (fuh)

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