Wegen AOK-Fusion

Ärzte an der Saar befürchten sinkende Honorare

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Beiträge von AOK-Grenzgängern, die zwischen Frankreich und dem Saarland pendeln, fließen in Zukunft direkt nach Rheinland-Pfalz - das bleibt nicht ohne Folgen.

SAARBRÜCKEN (kin). Die KV Saarland hat sich über den Honorar-Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses tief enttäuscht geäußert.

Die mehr als 1800 Vertragsärzte und Psychotherapeuten an der Saar müssten jetzt sogar mit sinkenden Honoraren rechnen.

Der saarländische KV-Chef Dr. Gunter Hauptmann erklärte in Saarbrücken, der bundesweite Beschluss über ein Honorarplus von 0,9 Prozent werde im Saarland nicht einmal für eine Nullrunde reichen. "Für uns bedeutet das im nächsten Jahr eine Minusrunde", sagte Hauptmann.

Grund für die bevorstehenden Honorareinbußen ist nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung die Fusion der AOKen im Saarland und in Rheinland-Pfalz.

Weil die neue Kasse ihren Sitz in Rheinland-Pfalz habe, gingen den saarländischen Kassenärzten pro Jahr sechs Millionen Euro verloren. Soviel Geld habe man bisher für die Grenzpendler bekommen, die zwar in Frankreich wohnen, aber bei der AOK versichert sind.

"Arzt im Saarland" vorerst auf Eis

Dieses Geld geht nach Hauptmanns Angaben nun an die KV Rheinland-Pfalz, hieß es bei einem Pressegepräch in Saarbrücken. Dies sei rechtlich so vorgesehen. Der saarländische KV-Chef kündigte bereits erste Sparmaßnahmen an.

So werde man die Werbe-Kampagne "Arzt im Saarland" vorerst auf Eis legen und kein Geld mehr für neue Projekte bereitstellen. "Wir wissen nicht", so Hauptmann, "wie wir die Mittel dafür noch aufbringen sollen".

Mit der Werbekampagne hat die KV bisher unter anderem versucht, Studenten zu motivieren, sich nach dem Studien-Abschluss als Arzt im Saarland niederzulassen.

Bestehende Projekte wie die Schaffung eines Lehrstuhls für Allgemeinmedizin an der Homburger Uniklinik sollen aber weiter unterstützt werden.

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