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Ärzte klettern besser in großen Kliniken auf der Karriereleiter

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Karriereleiter: Klinikärzte, die in vielen verschiedenen Fachabteilungen arbeiten, haben bessere Aufstiegschancen.

Karriereleiter: Klinikärzte, die in vielen verschiedenen Fachabteilungen arbeiten, haben bessere Aufstiegschancen.

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KÖLN (iss). Klinikärzte, die in verschiedenen Krankenhäusern und in Häusern mit vielen Fachabteilungen arbeiten, haben bessere Karrierechancen. Die dort gemachten Erfahrungen erhöhen die Aussicht auf einen Chefarztposten. Das hat eine Untersuchung von Dr. Christiane Degen und Professor Ludwig Kuntz vom Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Management im Gesundheitswesen der Universität Köln ergeben.

Die Wissenschaftler hatten die Karriereverläufe von insgesamt 324 Krankenhausärzten im Zeitraum von 1968 bis 2008 untersucht. Einbezogen waren insgesamt 596 Kliniken aus dem gesamten Bundesgebiet. "Es waren Häuser aller Größen und aller Träger dabei", sagt Studienautorin Degen. Basis für die Analyse waren die Lebensläufe der Mediziner, keine persönlichen Befragungen.

"Wir wollten herausfinden, wie Ärzte Chefarztpositionen erreichen", berichtet die Wirtschaftswissenschaftlerin. Die Untersuchung ist nach ihren Angaben die erste zu dieser Fragestellung. Sie habe gezeigt, dass die Arbeit in Kliniken mit komplexen Strukturen ein Vorteil ist. "Sie ermöglichen den Medizinern den Erwerb von Basiskompetenzen und gleichzeitig die notwendige Spezialisierung", sagt sie. Ein zusätzlicher Wechsel von einem Haus mit vielen Fachabteilungen zu einem anderen erhöht nach der Untersuchung die Chance auf eine Chefarztstelle um 91 Prozent. Die Vermutung, dass Assistenzärzte in großen Häusern schlechter betreut werden, lasse sich durch die Daten nicht bestätigen.

Die Forschungsarbeit ist bei der Academy of Management-Konferenz in Montréal mit dem "Best Applied Paper Award 2010" ausgezeichnet worden.

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