Ärzte starten Schulungsprogramm für dicke Kinder

MÜNCHEN (sto). Etwa 7000 Schulanfänger in Bayern sind übergewichtig, weitere 4000 sind sogar fettleibig. So das Ergebnis einer aktuellen Statistik des Bayerischen Gesundheitsministeriums aus Erhebungen bei der Einschulung.

Veröffentlicht:

Die Deutsche Angestellten Kasse (DAK) und das Ärztenetz PaedNetz haben deshalb in Nordbayern im Kampf gegen Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen ein spezielles Schulungsprogramm gestartet.

Mit Hilfe spezieller Expertenteams wie "Esskimo" in Nürnberg oder "Raupe Nimmerdick" in Fürth sollen die Kinder und Jugendlichen in dem zwölfmonatigen Training nicht nur die richtige Ernährung und Bewegung lernen. Die Jungen und Mädchen erhalten konkrete Verhaltenstipps, um Rückfälle in alte Gewohnheiten zu vermeiden.

Teilnehmen können Kinder von acht bis 14 Jahren.

Dabei werden sie ärztlich begleitet und kontrolliert. Fest vereinbarte Ziele sollen die Patienten motivieren und zum Erfolg beim Abnehmen beitragen. Ein weiterer Baustein ist die Einbindung und Motivation der Eltern. Sie sollen Vorbild sein und so zum Behandlungserfolg beitragen. Teilnehmen können Kinder und Jugendliche von acht bis 15 Jahren.

"Übergewicht wird nach wie vor von vielen Ärzten gar nicht oder erst sehr spät als behandlungsbedürftig eingestuft", erklärte der Kinder- und Jugendmediziner Dr. Wolfgang Landendörfer. An dem Projekt der integrierten Versorgung ist auch das Zentrum für Neugeborene, Kinder und Jugendliche des Klinikum Nürnberg-Süd beteiligt. Ein ähnliches Vorhaben soll bald in Südbayern starten.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
Porträt: Dr. Jörg Sandmann | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

© Porträt: Dr. Jörg Sandmann | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Der hypogonadale Patient in der Hausarztpraxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Systematisches Review

Kortikosteroide bei schwerer Pneumonie wahrscheinlich nützlich

Innovative Diabetestherapie

Nicht-peptidische GLP-1-Rezeptoragonisten am Start

Lesetipps
DEGAM, DDG oder DGIM: Je nach Fachgesellschaft finden sich teils leicht voneinander abweichende Empfehlungen.

© mit KI generiert / kirania / stock.adobe.com

Keine einheitlichen Zielkorridore

Typ-2-Diabetes: So stark divergieren die aktuellen Empfehlungen

Eine Frau fässt sich mit den Händen an die Brust

© Art_Photo / stock.adobe.com

Unterschiede der Geschlechter

Herzinfarkte und Ischämie bei Frauen: Was ist wirklich anders?