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Agnes 2 startet landesweit

In unterversorgten Gebieten hat Agnes sich bereits bewährt. Ab jetzt entlasten Fallmanagerinnen Ärzte in ganz Brandenburg. Der KV-Chef des Landes ruft nach breiter Unterstützung der Kassen.

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Hausbesuche können in Brandenburg auch von Fallmanagerinnen ohne medizinische Ausbildung gemacht werden.

Hausbesuche können in Brandenburg auch von Fallmanagerinnen ohne medizinische Ausbildung gemacht werden.

© shutterstock

BERLIN (ami). Das Modellprojekt Agnes 2 in Brandenburg hat seine Probezeit erfolgreich abgeschlossen. Jetzt startet die landesweite Umsetzung.

"Agnes 2 unterstützt als Fallmanagerin die wenigen Ärzte in Brandenburg, indem sie sie von Tätigkeiten entlastet, die zwar zur Versorgung der Patienten nötig sind, für die man aber nicht Medizin studiert haben muss", sagte der Chef der KV Brandenburg (KVBB) Dr. Hans-Joachim Helming. Beispielhaft wurden Hausbesuche, Medikamentenkontrolle oder Hilfsmittelbestellungen genannt.

Die neue Struktur wurde entwickelt, weil Agnes 1 nur in unterversorgten Regionen tätig werden darf. Agnes 2 kann überall in Brandenburg arbeiten. Sie ist vielseitig einsetzbar. 16 der neuen Fallmanagerinnen sind bei Hausärzten tätig, drei bei Fachärzten und fünf in Medizinischen Versorgungszentren.

Ihr Einsatz wird mit 40 Euro pro Patient und Monat gesondert durch AOK Nordost und Barmer finanziert. Die beiden Kassen mit einem Marktanteil von gut 50 Prozent in Brandenburg haben Agnes 2 zusammen mit der KVBB entwickelt.

"Hier haben wir einen Weg gefunden, eine kostendeckende Finanzierung der Mehrarbeit sicherzustellen", sagte Helming. Alle Beteiligten appellierten an die anderen Kassen, sich an dem Modell zu beteiligen.

Dazu rief auch Landesgesundheitsministerin Anita Tack (Linke) auf. Sie betrachtet Agnes 2 als "originäres Brandenburger Produkt" mit bundesweitem Exportpotenzial.

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