Ampel-Pläne zur Gesundheit

Ampel-Koalitionäre wollen Aktionsplan für sichere Geburten aufsetzen

Die Ampel-Koalitionäre wollen den Hebammenberuf stärken. Auf dem Zettel steht unter anderem der Ausbau hebammengeleiteter Kreißsäle.

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Für das bereits 2016 erarbeitete Gesundheitsziel „Gesundheit rund um die Geburt“ wollen die Ampel-Koalitionäre nun einen Aktionsplan aufsetzen. Dabei fokussieren sie vor allem auf den direkten Geburtsvorgang. Im Gesundheitsziel aus dem Jahr 2016 spielt indes auch die Schwangerschaft eine große Rolle.

Die Koalitionäre wollen einen Personalschlüssel für eine 1:1-Betreuung durch Hebammen „während wesentlicher Phasen der Geburt“ einführen. Außerdem sollen mögliche Fehlanreize „rund um Spontangeburten und Kaiserschnitte“ evaluiert werden. Immerhin brachte nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes 2019 fast jede dritte der rund 748.500 Frauen, die in einem Krankenhaus entbunden haben, ihren Nachwuchs per Kaiserschnitt zur Welt.

Gestärkt werden soll mit dem Aktionsplan offenbar auch der Hebammenberuf. Die Koalitionäre versprechen, den Ausbau hebammengeleiteter Kreißsäle vorantreiben zu wollen sowie die Möglichkeit und Vergütung zur ambulanten, aufsuchenden Geburts- und -nachsorge für angestellte Hebammen an Kliniken zu schaffen.

Hebammengeleitete Kreißsäle gibt es seit 2003 in Deutschland, ihre Zahl liegt bundesweit aktuell bei 23. Das Land NRW hat gerade erst bekannt gegeben, dass es diesen Versorgungsbereich großflächig fördern will. (reh)

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