Kommentar

Armut im Alter?

Von Helmut LaschetHelmut Laschet Veröffentlicht:

Keine Frage: Es gibt alte Menschen, die in Armut leben, die jeden Cent umdrehen und Angst haben müssen, wenn sie krank oder pflegebedürftig werden. Aber richtig ist auch: Nie zuvor ist es den meisten Rentnern in Deutschland so gut gegangen wie im Moment. Das wird nicht so bleiben.

Denn es ist nicht die aktuelle Rentner-Generation, um die sich die Sozialpolitik Sorgen machen muss, auch wenn ein kleiner Teil - etwa zwei Prozent - auf staatliche Grundsicherung angewiesen ist und sich die Zahl der Rentner mit Minijob in den letzten zehn Jahren um 60 Prozent auf 660 000 erhöht hat.

Weitaus unbequemer sieht es für die künftige Rentner-Generation aus. Hier mischen sich Risiken und Chancen. Später Start ins Erwerbsleben und durch Arbeitslosigkeit gebrochene Erwerbsbiografien senken die Versorgungsansprüche im Alter. Unabhängig von der ohnehin belastenden demografischen Entwicklung.

Die Chance ist allerdings, dass die künftigen Älteren viel länger auf dem Arbeitsmarkt gebraucht werden. Wer realistisch ist, richtet sich darauf ein. Eine Grundbedingung für hohe Produktivität im Alter ist allerdings Gesundheit. Darauf wird sich nicht zuletzt die Medizin einstellen müssen.

Lesen Sie dazu auch: Altersarmut: 660.000 Rentner brauchen Nebenjob

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