Direkt zum Inhaltsbereich

Arzneitherapie: Arzt soll entscheiden

BERLIN (HL). Die Bundesbürger wünschen sich eine starke Autonomie des Arztes bei der Verordnung von Arzneimitteln. Nur Minderheiten befürworten, dass ein staatliches Institut, die Politiker durch Richtlinien oder die Krankenkassen selbst entscheiden, welche Medikamente ein Patient bezahlen soll.

Veröffentlicht:

Das ist das Ergebnis einer Repräsentativumfrage unter 1003 Bürgern von TNS Emnid im Auftrag des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln.

Diese Kosten-Nutzen-Bewertung durch das IQWiG kann dazu führen, dass der Bundesausschuss Arzneimittel ausschließt oder Verordnungsmöglichkeiten einschränkt oder dass Krankenkassen Höchstbeträge festsetzen. Dies wird von den Bürgern mit Skepsis gesehen.

Der Arzt soll entscheiden, welche Medikamente die Kassen bezahlen sollen - das sagt im Schnitt etwa jeder Zweite. Vor allem Ältere über 60 Jahre, die häufig Arzneimittel brauchen, plädieren zu 63 Prozent für eine starke Autonomie des Arztes.

Aus der Sicht der Bürger soll die Wirksamkeit eines Medikaments entscheidend sein, ob es die Kassen bezahlen. 86 Prozent sagen dies. Nur zehn Prozent meinen, es komme auf die Kosten an. Ärzte selbst sehen das anders, wie aus der Emnid-Umfrage hervorgeht: Für 62 Prozent sind auch Therapiekosten bedeutsam. Eine Mehrheit akzeptiert, dass auch die Ökonomie bei der Gesundheitsversorgung eine Rolle spielt - möchte dabei aber in der Therapie autonom bleiben.

Lesen Sie dazu auch: Ärzte zeigen klares Kostenbewusstsein

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Arzneimittelpolitik

AMNOG 2.0 statt nur Version 1.1: Warum Nutzenbewertung und Versorgungspraxis wieder näher zusammenrücken müssen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: AstraZeneca GmbH

Nutzenbewertung für Orphan Drugs

Erster Test für das EU-HTA-Verfahren: GBA bewertet Tovorafenib

Gemeinsamer Bundesausschuss

Kein Zusatznutzen für Dupilumab bei Urtikaria

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Eine Wissenschaftlerin hält eine rote, transparente Pille in der Hand. Im Vordergrund schwebt eine futuristische wissenschaftliche Benutzeroberfläche mit chemischen Formeln und Forschungsdaten.

© Scanrail / stock.adobe.com

Arzneimittelpolitik

AMNOG 2.0 statt nur Version 1.1: Warum Nutzenbewertung und Versorgungspraxis wieder näher zusammenrücken müssen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: AstraZeneca GmbH
Holzklötze mit Symbolen für verschiedene Versicherungsarten, dahinter eine Person im weißen Hemd.

© REDPIXEL / stock.adobe.com

Cancer is Changing

Medizinischer Fortschritt: „Zwei von drei Krebspatientinnen leben heute länger als fünf Jahre nach der Diagnose“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BeOne Medicines Germany GmbH

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview

EU AI Act: Was die neuen Transparenzpflichten für Praxen bedeuten

Kongress in Chicago

Herzkongress AHA 2026: Diese Studien könnten die Praxis verändern

Vergleich der Kreise

Wo MRSA-Infektionen besonders häufig sind

Lesetipps