Kommentar zum politischen Berlin

Auf in den heißen Sommer

Von Sommerpause keine Spur: Das politische Berlin hält uns ganz schön auf Trab. Das gilt auch für die Gesundheitspolitik.

Von Wolfgang van den BerghWolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Schweißtreibende Temperaturen in den nächsten Tagen – pünktlich zu Beginn der politischen Sommerpause. Endlich Zeit, Seele und Beine baumeln zu lassen, mit einem Kaltgetränk in der Hand.

Doch Pustekuchen, die Politik hält uns auf Trab, als ob es kein Morgen gäbe. Selbst die Kanzlerin unterbricht am Mittwoch ihren Urlaub, um der Sondersitzung des Deutschen Bundestages zur Vereidigung der neuen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und deren Regierungserklärung beizuwohnen.

Ja, richtig ist auch, dass Gesundheitsminister Jens Spahn sich heute kurzfristig zu Wort gemeldet hat, um die Reformpläne zur Notfallversorgung zu erläutern. Nachdem das Thema nun am Montag auch von den Publikumsmedien entdeckt worden ist, obwohl die Fachwelt es seit Tagen auf dem Schirm hat, braucht man selbstverständlich O-Töne.

Ja, und alles wird besser, wenn, ja wenn man alle relevanten Akteure dazu bekommt, an einem Strang zu ziehen. Doch hier gibt es offenbar Diskussionsbedarf. Dieser Sommer könnte heiß bleiben, politisch jedenfalls.

Lesen Sie dazu auch: Spahn: Die Notfall-Probleme „an der Wurzel packen“

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