Arzneimittel

Ausgaben der Kassen steigen um vier Prozent

Nach drei Quartalen stehen GKV-weit Ausgaben von 29,5 Milliarden Euro zu Buche.

Veröffentlicht: 16.11.2018, 17:54 Uhr

FRANKFURT/MAIN. Die Arzneimittelausgaben zu Lasten der GKV sind in den drei Quartalen um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Das hat das Beratungsunternehmen IQVIA – ehemals IMS Health – mitgeteilt.

Der Umsatz zu Apothekenverkaufspreisen abzüglich Zwangsrabatten belief sich auf 29,5 Milliarden Euro. Einsparungen aus Rabattverträgen sind dabei noch nicht berücksichtigt. Die Zahl abgegebener Packungen ist mit 526 Millionen Packungen praktisch konstant geblieben (+ 0,1 Prozent).

Im Oktober des Vorjahres haben KBV und Kassen festgelegt, dass die Ausgaben für Arzneimittel im laufenden Jahr um 3,2 Prozent steigen. 1,2 Milliarden Euro zusätzlich stehen dafür zur Verfügung.

Einen deutlichen Rückgang verzeichnet der Impfstoffmarkt in den ersten neuen Monaten. Die Zahl abgegebener Impfstoffdosen sank um 4,9 Prozent auf 23,8 Millionen. Überdurchschnittlich stark fiel mit fast sieben Prozent der Rückgang bei viralen Impfstoffen aus.

Dagegen lassen sich an jüngsten Verordnungszahlen die Änderungen der STIKO-Empfehlungen zu HPV-Impfungen nachvollziehen. Seit Ende August ist die Impfung offiziell auch für 9- bis 14-jährige Jungen empfohlen. Im September hat der Verbrauch der HPV-Impfdosen um 20 Prozent stark zugelegt.

Der Versandhandel mit rezeptfreien Medikamenten wuchs in drei Quartalen um sechs Prozent auf 88 Millionen Packungen. Dagegen stagnierte der Versand von Rx-Arzneimitteln bei 6,2 Millionen Packungen (+ 0,4 Prozent).

GKV und PKV haben durch Zwangsabschläge von Herstellern und Apotheken im Dreivierteljahr 3,8 Milliarden Euro gespart, 600 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum.

Während der Apothekenabschlag mit 845 Millionen Euro konstant blieb, stieg der Obolus der Hersteller zu Gunsten der GKV um 22 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Um 19 Prozent wuchsen die Abschläge im PKV-Segment, und zwar auf 460 Millionen Euro.

Ursache sind in beiden Fällen steigende Rabatt-Summen als Folge der frühen Nutzenbewertung neuer Arzneimittel. (fst)

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