Direkt zum Inhaltsbereich

Arzneimittel

Ausgaben der Kassen steigen um vier Prozent

Nach drei Quartalen stehen GKV-weit Ausgaben von 29,5 Milliarden Euro zu Buche.

Veröffentlicht:

FRANKFURT/MAIN. Die Arzneimittelausgaben zu Lasten der GKV sind in den drei Quartalen um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Das hat das Beratungsunternehmen IQVIA – ehemals IMS Health – mitgeteilt.

Der Umsatz zu Apothekenverkaufspreisen abzüglich Zwangsrabatten belief sich auf 29,5 Milliarden Euro. Einsparungen aus Rabattverträgen sind dabei noch nicht berücksichtigt. Die Zahl abgegebener Packungen ist mit 526 Millionen Packungen praktisch konstant geblieben (+ 0,1 Prozent).

Im Oktober des Vorjahres haben KBV und Kassen festgelegt, dass die Ausgaben für Arzneimittel im laufenden Jahr um 3,2 Prozent steigen. 1,2 Milliarden Euro zusätzlich stehen dafür zur Verfügung.

Einen deutlichen Rückgang verzeichnet der Impfstoffmarkt in den ersten neuen Monaten. Die Zahl abgegebener Impfstoffdosen sank um 4,9 Prozent auf 23,8 Millionen. Überdurchschnittlich stark fiel mit fast sieben Prozent der Rückgang bei viralen Impfstoffen aus.

Dagegen lassen sich an jüngsten Verordnungszahlen die Änderungen der STIKO-Empfehlungen zu HPV-Impfungen nachvollziehen. Seit Ende August ist die Impfung offiziell auch für 9- bis 14-jährige Jungen empfohlen. Im September hat der Verbrauch der HPV-Impfdosen um 20 Prozent stark zugelegt.

Der Versandhandel mit rezeptfreien Medikamenten wuchs in drei Quartalen um sechs Prozent auf 88 Millionen Packungen. Dagegen stagnierte der Versand von Rx-Arzneimitteln bei 6,2 Millionen Packungen (+ 0,4 Prozent).

GKV und PKV haben durch Zwangsabschläge von Herstellern und Apotheken im Dreivierteljahr 3,8 Milliarden Euro gespart, 600 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum.

Während der Apothekenabschlag mit 845 Millionen Euro konstant blieb, stieg der Obolus der Hersteller zu Gunsten der GKV um 22 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Um 19 Prozent wuchsen die Abschläge im PKV-Segment, und zwar auf 460 Millionen Euro.

Ursache sind in beiden Fällen steigende Rabatt-Summen als Folge der frühen Nutzenbewertung neuer Arzneimittel. (fst)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Holzklötze mit Symbolen für verschiedene Versicherungsarten, dahinter eine Person im weißen Hemd.

© REDPIXEL / stock.adobe.com

Cancer is Changing

Medizinischer Fortschritt: „Zwei von drei Krebspatientinnen leben heute länger als fünf Jahre nach der Diagnose“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BeOne Medicines Germany GmbH
Logo vom ÄrzteTag extra der Ärzte Zeitung mit dem Porträt des Podcast-Gesprächspartners Reinhard Pfingsten von der apoBank

© apoBank

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Stürze vermeiden!

Synkopen wegen Blutdruck-Schwankungen: Worauf es dann ankommt

Global-Burden-of-Disease-Erhebung

Weltweit immer mehr Fälle von Anorexie und Bulimie

Lesetipps
Ein Kind erhält eine Spritze und schaut ängstlich weg.

© yanadjan / stock.adobe.com

Vom Schmerzgel bis zum Wiegenlied

Zehn Strategien gegen Impfstress

Die Rückseite eines jungen Mannes mit großflächigen Tätowierungen.

© PeopleImages / Getty Images / iS

Kasuistik

Lebensgefahr! Tattoo mit schockierenden Folgen

Nahaufnahme des rechten Handegelenks eines Patienten das mit einer Handgelenksschiene ruhig gestellt ist.

© Ondrej Novotny / stock.adobe.com

Therapie der ersten Wahl

Was bringt eine Handgelenksschiene beim Karpaltunnelsyndrom?