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Renommierte Medizinethikerin

Auszeichnung für Christiane Woopen

Die Ärztin und Medizinethikerin Professor Christiane Woopen hat den Wilhelm-Weber-Preis für Verdienst um die Christliche Gesellschaftslehre verliehen bekommen.

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Ihr Rat ist häufig gefragt: Christiane Woopen.  Kay Nietfeld//dpa

Ihr Rat ist häufig gefragt: Christiane Woopen. Kay Nietfeld//dpa

© Kay Nietfeld/picture alliance/dpa

Dortmund. Christiane Woopen (59), Ärztin und Medizinethikerin, hat den Wilhelm-Weber-Preis 2022 für Verdienste um die Christliche Gesellschaftslehre erhalten. Die Auszeichnung für ihr langjähriges Engagement wurde ihr am Sonntag in Dortmund im Sozialinstitut „Kommende“ des Erzbistums Paderborn verliehen.

„Immer dann, wenn es um Grundfragen des Menschen und des menschlichen Lebens geht, ist ihr Rat gefragt“, sagte der frühere Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof laut Erzdiözese in seiner Laudatio. In einer Videobotschaft nannte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Woopen ein Vorbild dafür, wie Menschen entschieden für die Würde des Menschen und seine Grundrechte eintreten. Wüst bedankte sich für ihre Mitarbeit im NRW-Expertenrat Corona.

Inhaberin der ersten Heinrich-Hertz-Professur

Woopen war Vorsitzende des Deutschen und des Europäischen Ethikrates. Seit Oktober 2021 hat sie die erste Heinrich-Hertz-Professur im transdisziplinären Forschungsbereich „Individuen, Institutionen und Gesellschaften“ der Universität Bonn inne. Vor ihrem Wechsel nach Bonn war sie Professorin für Ethik und Theorie der Medizin sowie Leiterin der Forschungsstelle Ethik an der Universität Köln.

„Unser Auftrag ist es, Rahmenbedingungen für ein gutes, gelingendes Leben jedes Einzelnen und der Gesellschaft zu entwickeln“, sagte Woopen. „Technologisierung, Ökonomisierung, Ökologisierung und Globalisierung setzen das individuelle und gesellschaftliche Leben unter großen Veränderungs- und Gestaltungsdruck.“

Woopen will Preisgeld spenden

Der Preis erinnert an den katholischen Theologen und Sozialwissenschaftler Wilhelm Weber (1925-1983), langjähriger Inhaber des Lehrstuhls für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Münster. Im vergangenen Jahr übernahm das Sozialinstitut Kommende in Dortmund die Trägerschaft der Auszeichnung. Das diesjährige Preisgeld von 3000 Euro will Woopen der Hilfe für wohnungslose Jugendliche des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Köln spenden. (KNA)

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