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BDI: Sprechstunden nicht dasselbe wie Arbeitszeit

BERLIN (sun). Der Bundesverband Deutscher Internisten (BDI) hat die Vorwürfe der Kassen, Ärzte arbeiteten zu wenig, entschieden zurückgewiesen.

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"Dass Sprechstundenzeit nicht dasselbe ist wie Arbeitszeit, dürfte eigentlich jeder Mensch wissen, der schon einmal beim Arzt war", sagte BDI-Chef Dr. Wolfgang Wesiack. Fachärzte bräuchten zusätzliche Zeit für Ultraschall oder endoskopische Eingriffe.

"Das geht doch kaum während der Sprechstunde, damit die Patienten noch länger warten müssen", so Wesiack. Zuvor hatte der GKV-Spitzenverband moniert, Ärzte hätten zu kurze Öffnungszeiten (wir berichteten).

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Dr. Thomas Georg Schätzler 06.04.201109:13 Uhr

Kernproblem

Grundtenor des GKV-Kassenverbandes mit Doris Pfeiffer an der Spitze war doch, uns Ärzten generell zu wenig Zuwendungszeit für Patienten zu unterstellen. Pikanterweise genau von der GKV-Seite, die unsere Praxen mit überbordender Bürokratie und täglichen sinnlosen Anfragen zumüllt. Der angebliche Versorgungsmangel wurde "untermauert" durch eine FORSA-Umfrage von 2009, die sich in ganz anderem Zusammenhang auf die offiziellen Sprechstundenangaben an der Praxistür der GKV-Vertragsärzte bezog.

Der Bundesverband Deutscher Internisten (BDI) greift mal wieder zu kurz, wenn er sich hinter Sonografie und Endoskopie verschanzt. Das Grundproblem der Vertragsarztpraxen: In der Kernzeit unserer Sprechstunden- bzw. Öffnungszeiten möchten viele Versicherte plan- und ziellos beliebige Haus- und Facharztpraxen stürmen, um nach Lust und Laune in "All-You-can-eat"-Mentalität und "Flatrate"-Manier Gesundheits- und Krankheitsdienstleistungen abzugreifen.

Mf+kG Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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