BKK Bayern fordert, den Fonds "vom Markt zu nehmen"

MÜNCHEN (sto). Der einheitliche Beitragssatz hat nach Ansicht der Betriebskrankenkassen in Bayern das System der Gesetzlichen Krankenversicherung "unsolidarisch" und für die Krankenkassen selbst unberechenbar gemacht.

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"Die Politik muss jetzt den Mut haben, die chronische Wunde Gesundheitsfonds mit der Salbe Zusatzbeitrag wieder vom Markt zu nehmen", sagte Sigrid König, Vorstand des BKK Landesverbandes Bayern, in München. Die Kassen müssten wieder die Beitragsautonomie bekommen.

Die anhaltende Diskussion um Mindestgrößen und Zahl der Krankenkassen lenke von dem eigentlichen Problem ab und das sei der Gesundheitsfonds. Kassenschließungen seien in Zeiten der Beitragsautonomie der Krankenkassen kein Thema gewesen.

Erst mit dem Konstrukt vom Einheitsbeitrag seien die Krankenkassen wundgelegt worden, weil der Zusatzbeitrag dazu beitrage, dass vor allem gesunde Mitglieder die Kassen verlassen, erläuterte König.

Vor dem Gesundheitsfonds seien auch hochpreisige Kassen mit Beitragssätzen von über 17 Prozent überlebensfähig gewesen. Erst mit einem Einheits- und Zusatzbeitrag sei diesen Krankenkassen ihre Überlebensfähigkeit genommen worden, so König.

Auch das "Märchen von der großen Kasse als der guten Kasse" sei längst widerlegt. Kleine Krankenkassen seien oftmals innovationsfähiger, flexibler und auch leistungsfähiger.

"Gerade die kleinen Kassen stehen ausgezeichnet da und können sich mit flexiblen Strukturen und im Verbund von Vertragsarbeitsgemeinschaften und Dachverbänden stabil am Markt behaupten", erklärte die BKK-Landesverbandsvorsitzende.

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