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Baustelle Heimbetreuung

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Beim Umzug in ein Pflegeheim müssen sich ältere Patienten von großen Teilen ihres gewohnten Lebens verabschieden und in einem neuen Umfeld zurechtfinden. Zu den Einschränkungen der neuen Lebenssituation zählt häufig der Wegfall der bislang gewohnten Versorgung durch den Hausarzt und niedergelassene Fachärzte.

Nicht nur, dass sich die Heimbewohner häufig an neue Ärzte gewöhnen müssen. Belastend ist das gänzliche Fehlen eines festen Ansprechpartners auch für das Pflegepersonal.

Die regelmäßige Betreuung von Pflegeheimen durch ein Netz von niedergelassenen Ärzten kann die Versorgung der Bewohner deutlich verbessern. Bislang gibt es solche Netze vor allem auf Initiative engagierter Ärzte oder Heime und als Modellprojekte der Kassen mit einer zusätzlichen Vergütung für die Ärzte.

Solche Projekte sind richtig und wichtig. Die Motivation sollte allerdings nicht darin liegen, durch die Arbeit der Netze die Zahl der Klinikeinweisungen zu verringern - so wünschenswert das auch ist.

Es muss darum gehen, die Versorgung der Heimbewohner zu verbessern. Diese gesundheitspolitische Herausforderung darf nicht unter einem Refinanzierungsvorbehalt stehen.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Pilotprojekt für die Heimversorgung

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