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Bayern: Pädiatrie vor dem Umbruch

MÜNCHEN (sto). Für viele niedergelassene Pädiater in Bayern stellt sich nach Angaben des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in den nächsten Jahren die Frage, in welcher Organisationsform und mit welchen medizinischen Inhalten sie ihre Praxis weiterführen sollen.

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Von etwa 900 Kinder- und Jugendärzten in Bayern, die in einer pädiatrischen Praxis arbeiten, seien mehr als 200 über 60 Jahre alt, erklärte Dr. Martin Lang, Landesvorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Bayern (BVKJ).

"Schon jetzt gibt es einzelne Regionen in Bayern, in denen es schwierig ist, einen Praxisnachfolger, oder besser gesagt eine Praxisnachfolgerin, zu finden", sagte Lang.

Mehr als 80 Prozent der zukünftigen Pädiater seien weiblich. Und viele Medizinerinnen wünschten sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Psychische Leiden nehmen zu

"Das ist in einer Einzelpraxis nur schwer realisierbar. Wir müssen daher damit rechnen, dass es in manchen Versorgungsgebieten keine wohnortnahe Kinder- und Jugendarztpraxis mehr gibt", warnte Lang.

Auch die Krankheiten, mit denen Kinder und Jugendliche in den Praxen vorstellig werden, hätten sich verändert.

"Immer häufiger sehen wir Kinder mit seelischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten - auch schon bei den ganz Kleinen", erklärte Lang.

Um bei Entwicklungsstörungen oder schulischen Problemen helfen zu können, müssten die Pädiater daher auch in der Aus- und Weiterbildung ganz neue Schwerpunkte setzen.

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