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Antibiotikaresistenzen

Bayern legt mit Aktionsplan einen Gang zu

Weniger multiresistente Keime, weniger Resistenzen – die bayerischen Ministerinnen für Gesundheit und Umwelt haben ein Maßnahmenpaket aufgelegt.

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MÜNCHEN. Der vom Kabinett jüngst verabschiedete Bayerische Aktionsplan DART 2020 soll im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen als neuer Hebel dienen.

Erarbeitet wurde das Papier von Gesundheitsministerin Melanie Huml und Umweltministerin Ulrike Scharf (beide CSU). Es soll dazu beitragen, multiresistente Keime und das Entstehen neuer Resistenzen effektiver zu reduzieren und nimmt dabei außer der Humanmedizin auch die Veterinärmedizin in den Blick. Im Gesundheitswesen sollen Pflegeheime genauso berücksichtigt werden wie Kliniken und Arztpraxen.

Das sind die geplanten Maßnahmen

  • Leitfaden für Hausärzte: Antibiotika sollen künftig nur noch bei Bedarf und fehlenden Alternativen eingesetzt werden. Dazu wird derzeit ein Leitfaden für Hausärzte erarbeitet.
  • Neues Register: Geplant ist, eine Antibiotikaresistenzdatenbank aufzubauen, um einen besseren Überblick über bereits bestehende Resistenzfälle zu bekommen.
  • Hygiene verbessern: Alle teilnehmenden Einrichtungen sollen daran arbeiten, die Hygiene weiter zu verbessern, um die Ausbreitung von Krankheitskeimen effektiv zu vermeiden. Insbesondere ist vorgesehen, die Hygiene in der stationären Pflege besser zu überwachen. Der Rettungsdienst erhält einen eigenen Rahmenhygieneplan, der nun zunächst erarbeitet werden soll. Auch für tiermedizinische Einrichtungen soll es eigene Empfehlungen geben.
  • Auf den Lehrplan: Hygiene und Umweltmedizin sollen mehr als bisher schon im Medizinstudium thematisiert werden. Zudem sollen auch entsprechende Fortbildungen aufgelegt werden.

Der Aktionsplan erweitert die bereits 2008 begonnenen Maßnahmen gegen Antibiotikaresistenzen in Bayern. Sie sind eine landesspezifische Implementation der Deutschen Antibiotikaresistenz-Strategie (DART) 2020 des BMG. (cmb)

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