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Bayerns Ärzte arbeiten wenig und verdienen viel

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MÜNCHEN. "In keinem anderen Bundesland ist die durchschnittliche Arbeitsbelastung der Ärzte so niedrig und die Bezahlung der ärztlichen Leistungen so hoch wie in Bayern", erklärt Ralf Langejürgen, Leiter der Landesvertretung Bayern des Verbandes der Ersatzkassen (vdek).

Es gebe also keinen Grund den Arztberuf schlechtzureden und den angehenden Medizinern Angst vor der Zukunft zu machen. "Gerade in Bayern spricht alles gegen die nachlassende Attraktivität des Arztberufes", sagte Langejürgen in München.

Ein bundesweiter Vergleich zeige, dass die Zahl der Behandlungsfälle pro Arzt in den Jahren 2009 bis 2012 in Bayern am niedrigsten unter den Flächenländern war, teilte der bayerische Ersatzkassenverband mit. Nur im Stadtstaat Berlin sei diese Zahl geringer als im Freistaat. So habe ein Arzt in Bayern in einem Quartal 2012 durchschnittlich 736 Fälle behandelt gegenüber 839 Fälle im Bundesdurchschnitt.

Zugleich sei die Honorierung ärztlicher Leistungen in Bayern im Bundesvergleich am besten, so die Ersatzkassen. Während Bayern in den Jahren 2009 und 2010 den zweiten Platz hinter Hamburg belegte, liege der Freistaat in den Jahren 2011 und 2012 auf dem Spitzenplatz.

Der durchschnittliche Honorarumsatz je Behandlungsfall pro Quartal wuchs nach Angaben der Ersatzkassen von 63,68 Euro in 2009 um 4,5 Prozent und erreichte 66,56 Euro im Jahr 2012. Außerhalb Bayerns erhielten die Ärzte im Jahr 2012 den Angaben zufolge durchschnittlich je Behandlungsfall pro Quartal lediglich 58,60 Euro. (sto)

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