Asklepios Klinikum Harburg

„Boarding Pass“ am gemeinsamen Notaufnahme-Tresen

Ärzte und Pflegekräfte der Asklepios Klinikum Harburg versorgen Patienten gemeinsam mit KV-Bereitschaftsärzten.

Veröffentlicht: 20.01.2020, 16:16 Uhr

Hamburg. Das Asklepios Klinikum Harburg trennt seine Notaufnahme für liegend transportierte und fußläufig ankommende Patienten. Dafür integriert es die KV-Notfallpraxis in seine Zentrale Notaufnahme. Ab Februar versorgen die Ärzte und Pflegekräfte der Klinik die Patienten gemeinsam mit den von der KV bezahlten Bereitschaftsärzten.

Anlaufpunkt für die täglich rund 150 Patienten ist dann ein „zentraler Tresen“, an dem zwei hierfür geschulte MFA, die auch für die KV tätig sind, die Triage vornehmen. Dort bekommen die Patienten eine Art „Boarding pass“, auf dem sie den geplanten Ablauf der Untersuchungen und Behandlungen inklusive der voraussichtlichen Wartezeiten erkennen können. Das soll Patienten helfen, jeden Schritt nachzuvollziehen und Wartezeiten zu verstehen.

Bislang war die Anlaufpraxis an anderer Stelle im Klinikum untergebracht. Nun liegen zwischen den beiden separaten Eingängen die Funktions- und Diagnostikräume. Nach Angaben von Asklepios-Geschäftsführer Joachim Gemmel ist diese räumliche Gestaltung in Hamburg bislang einmalig. Er erwartet nun eine „deutlich schnellere und bessere Patientenversorgung“. Caroline Roos aus dem Hamburger KV-Vorstand hofft, dass mit diesem Modell „der Patient umgehend in die für ihn richtige Versorgungsebene geführt wird“.

SPD: „Schritt in die richtige Richtung“

Für das neue Modell hat die Klinik 13 neue Räume eingerichtet. Davon acht für die Triage, drei zählen zu den Funktionsbereichen, drei sind für unterschiedliche Wartezonen eingerichtet. Außerdem gibt es nun jeweils einen Raum für Demenzkranke und für psychiatrische Patienten.

Lob für das neue Konzept kam von Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Sie sieht darin einen „Schritt hin zur künftigen Ausrichtung der Notfallzentren mit Integrierten Notfallzentren“ (INZ). Roos hält mit dem Modell die KV-Auffassung für bestätigt, dass die Selbstverwaltung „kreative und patientenorientierte Versorgungsideen“ realisieren kann, ohne dafür Detailvorgaben der Politik zu benötigen. Die KV hatte in der Vergangenheit wiederholt kritisiert, dass die Politik der Selbstverwaltung zu enge Vorgaben macht. (di)

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