Petitionsausschuss

Bundestag sieht externe Berater mit Skepsis

Veröffentlicht:

BERLIN. Der Petitionsausschuss des Bundestags sieht beim Einsatz externer Hilfsmittelberater von gesetzlichen Kassen Handlungsbedarf. Am Mittwoch überwies der Ausschuss eine entsprechende Petition an das Bundesgesundheitsministerium. Kassen könnten "in geeigneten Fällen" die Erforderlichkeit eines Hilfsmittels durch den MDK prüfen lassen.

Paragraf 197b SGB V gebe aber vor, dass Kassen Aufgaben durch Dritte nur dann wahrnehmen lassen dürfen, wenn es im "wohlverstandenen Interesse" des Versicherten liegt. Bereits 2011 hätten Bund und Länder in einem Papier festgehalten, externe Hilfsmittelberater seien im Einzelfall nur dann zulässig, wenn Kassen und MDK keine zeitnahe Prüfung vornehmen können und der Versicherte der Beauftragung zugestimmt hat.

Das Bundesversicherungsamt (BVA) vertritt die Auffassung, es gebe aktuell "keine gesetzliche Grundlage" für den Einsatz externer Berater. "Toleriert" werden diese vom BVA nur zur Beurteilung "technischer Fragen" eines Hilfsmittels, wenn keine Kontaktaufnahme zum Versicherten erfolgt. (fst)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

EU-Pharma-Regulierung: Impulse für Deutschland

IQWiG-Methoden-Papier und EU-Guidances: Ein Vergleich

Kooperation | Eine Kooperation von: AbbVie Deutschland, DAK Gesundheit, MSD Sharp & Dohme, Novo Nordisk, Roche Pharma, vfa und Xcenda

Übergangsfinanzierung für Kliniken in der Kritik

Grünen-Politikerin warnt vor teuren Subventionen für Krankenhäuser

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Gefährdete Senioren erkennen

Sturz auf Bodenhöhe: Wann droht eine Hirnblutung bei älteren Menschen?

Lesetipps
Rezeptunterschrift? Immer eigenhändig. Immer!

© detailblick-foto / stock.adobe.com

Bundessozialgericht

Rezeptunterschrift gestempelt: Internist drohen 1,24 Millionen Euro Regress

Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte

© Daniel Karmann/dpa

Stichtage rücken näher

Warum es sich für Praxen lohnt, vor dem 1. Oktober in die ePA einzusteigen