Schleswig-Holstein

Bundesweit Rekord bei Arztkontakten

Patienten in Schleswig-Holstein kommen jährlich auf 17 Arztkontakte, in Brandenburg nur auf 13,6.

Veröffentlicht: 16.03.2015, 11:05 Uhr

KIEL In keinem anderen Bundesland kommen Patienten auf so viele Arztkontakte wie in Schleswig-Holstein - und zugleich auf die wenigsten Behandlungsfälle.

Nach Angaben der Barmer GEK hatten Schleswig-Holsteins Patienten im jetzt ausgewerteten Jahr 2013 durchschnittlich 17 Arztkontakte.

Die wenigsten Kontakte hatten nach Angaben der Krankenkasse die Patienten in Brandenburg mit 13,6. Für die Auswertungen wurden die von den Ärzten dokumentierten Leistungen herangezogen. Die meisten Kontakte entfielen erwartungsgemäß auf Hausärzte.

Obwohl es die Schleswig-Holsteiner auf die meisten Arztkontakte brachten, lag die Zahl der Behandlungsfälle mit 8,12 auf dem bundesweit niedrigsten Niveau.

Die Patienten in Mecklenburg-Vorpommern kamen auf 9,03 und damit auf die meisten Behandlungsfälle. Als Behandlungsfall werden alle Behandlungen eines Patienten bei einem Arzt innerhalb eines Quartals gewertet.

"Die schleswig-holsteinischen Patienten benötigten entweder kürzere Behandlungszeiten oder gingen weniger häufig zu verschiedenen Ärzten", interpretierte Schleswig-Holsteins Barmer-Landesgeschäftsführer Thomas Wortmann die Zahlen.

Bundesweit nahmen über 60 Prozent der Patienten Leistungen von vier oder mehr Ärzten beliebiger Fachdisziplinen in Anspruch. 6,7 Prozent der schleswig-holsteinischen Versicherten hatten im Jahr 2013 keinerlei ärztliche Versorgung beansprucht. (di)

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Kommentare
Dr. Friedrich H. Methfessel

Leidliche Statistik

"Für die Auswertung werden die von den Ärzten dokumentierten Leistungen herangezogen"

Im EBM können doch nur ein geringer Anteil der tatsächlichen Arzt-Patienten Kontakte dokumentiert werden und damit die wirkliche Zahl der Kontakte nicht widergespiegelt werden. An andere Zahlen kommt die GEK vermutlich nicht dran.

Somit sind diese Zahlen absolut nicht für eine valide Statistik heranzuziehen.

Eine völlig alberne Auswertung. Was soll die beweisen? Wenn will man mit solchen unrealistischen -ja geradezu falschen Zahlen irreführen?
Wieder Geld vergeigt für eine Statistik, die von vornherein nur Unsinn ergeben kann.





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