KVNo kritisiert

Bußgeld bei Krebs-Meldeverstöße "unangemessen"

Veröffentlicht:

KÖLN. Die KV Nordrhein (KVNo) hat sich gegen Bußgelder für Ärzte gewandt, die Krebserkrankungen nicht an das Krebsregister melden.

Sie reagiert auf die vom nordrhein-westfälischen Landtag beschlossene Änderung des Krebsregistergesetzes, das bei Verstößen gegen die Meldepflicht Bußgelder bis zu 50.000 Euro vorsieht.

Die Höhe des Bußgelds bezeichnet der KVNo-Vorsitzende Dr. Peter Potthoff als völlig unangemessen.

"Die Patienten haben von der Meldung keinen unmittelbaren Nutzen - und der vermutete Schaden besteht allenfalls in einer minimal verminderten Datenqualität", sagt er. Potthoff betont, dass die onkologische Qualitätssicherung wichtig und richtig ist.

"Bußgeldandrohung kontraproduktiv"

Bei den Ärzten gebe es eine hohe Bereitschaft zur Datenübermittlung, betont Potthoff. "Genau deshalb halte ich eine Bußgeldandrohung - insbesondere in dieser Höhe - für absolut kontraproduktiv."

Es stehe kein elektronisches Meldeverfahren zur Verfügung, das die KVNo ihren Mitgliedern empfehlen könne und das auch für die Ärzte handhabbar sei, die nur sporadisch an das Register melden.

"Vor diesem Hintergrund fordern wir, die Verhängung von Bußgeldern solange auszusetzen, bis verbesserte und weithin akzeptierte Meldewerkzeuge- und Instrumente zur Verfügung stehen." (iss)

Mehr zum Thema

Approbationsordnung

Bayerns Ärzte fordern einheitliche Zwischenprüfung

Virchowbund

Kaspar-Roos-Medaille für Lundershausen

Das könnte Sie auch interessieren
Management tumorassoziierter VTE

© Leo Pharma GmbH

CME-Fortbildung

Management tumorassoziierter VTE

Anzeige | Leo Pharma GmbH
CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

© Leo Pharma GmbH

Empfehlungen

CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

Anzeige | Leo Pharma GmbH
Die Ära der Immunonkologie: bessere Chancen für Krebspatienten

© Bristol-Myers Squibb

Immunonkologie mit dem Schwerpunkt Biomarker

Die Ära der Immunonkologie: bessere Chancen für Krebspatienten

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Prädiktion in der Immunonkologie mit Biomarkern

© Alpha Tauri 3D Graphics / shutterstock

Immunonkologie mit dem Schwerpunkt Biomarker

Prädiktion in der Immunonkologie mit Biomarkern

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

© Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA

CAR-T-Zelltherapie

OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Impetigo bei einem fünf Jahre alten Kind.

© FotoHelin / stock.adobe.com

practica 2021

Bei Impetigo contagiosa ist Abstrich meist überflüssig

Impfausweis mit Comirnaty-Eintrag: Welcher ist immunogener – der Corona-Impfstoff von BioNTech oder der von Moderna?

© Bikej Barakus / stock.adobe.com

Corona-Studien-Splitter

Dritte Impfung mit Comirnaty® frischt Schutz zuverlässig auf

Gut ausgebildete Medizinische Fachangestellte werden immer häufiger aus den Praxen abgeworben, beklagt Virchowbund-Vorsitzender Dr. Dirk Heinrich. In der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie systemrelevant MFA sind.

© Virchowbund

MFA häufig abgeworben

Virchowbund-Chef: „Ein Arzt alleine ist noch keine Praxis!“