CDU sieht keine PKV-Klientelpolitik

Keine Wohltat, sondern eher die Beseitigung eines Nachteils: So interpretiert der PKV-Verband den Plan der Politik, dass sie künftig eine Arzneiversorgung zu GKV-Konditionen bekommen soll. Die CDU sieht darin keine Klientelpolitik.

Veröffentlicht:

KÖLN (iss). Bei den Plänen der Bundesregierung, auch die privaten Krankenversicherer (PKV) von den Arzneimittelrabatten der gesetzlichen Krankenversicherer profitieren zu lassen, geht es nach Angaben des gesundheitspolitischen Sprechers der CDU im Bundestag Jens Spahn allein um das Interesse der Privatversicherten an möglichst stabilen Beiträgen. "Die Privatversicherten sind nicht per se reich", sagte Spahn auf dem PKV-Forum der Continentale Krankenversicherung in Köln.

Den Vorwurf, die Regierung verfolge damit eine Politik zugunsten der Privatversicherer, sah Spahn gelassen. "Wenn wir der PKV ermöglichen, an günstigeren Preisen teilzuhaben, machen wir Klientelpolitik für die PKV. Tun wir es nicht, machen wir Klientelpolitik für die Pharmaindustrie."

Die Rückkehr zur einjährigen Wartefrist für den Wechsel von der GKV in die PKV werde zum 1. Januar kommen, sagte er. "Sie wird auch für alle diejenigen gelten, die in diesem Jahr erstmals über der Versicherungspflichtgrenze liegen."

Die PKV wende sich regelmäßig mit der Bitte an die Politik, regulatorisch einzugreifen, betonte der CDU-Politiker. "Ihr gelingt es offensichtlich nicht, sich allein gegen die Monopole im Gesundheitswesen zu behaupten."

Der Direktor des PKV-Verbands Dr. Volker Leienbach hält es nur für legitim, dass die Regierung die Ungleichbehandlung der Branche bei den Arzneimittelpreisen beendet. "Das ist keine übertriebene Wohltat, sondern die Beseitigung eines Nachteils", sagte er. Die Branche könne der Ausgabenentwicklung nicht tatenlos zusehen. Deshalb brauche sie auch das Recht, mit Ärzten und anderen Leistungserbringern Verträge auszuhandeln.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Halitosis

Was hinter Mundgeruch stecken kann

Lesetipps
Beratung Ärztin und Patientin

© Krakenimages.com / stock.adobe.com

Praktische Tipps

Beratungsfall Patientenverfügung – worauf es ankommt