Berufspolitik

Campus für Gesundheit im Ruhrgebiet

DÜSSELDORF (iss). Im Ruhrgebiet soll in den nächsten Jahren ein "Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen" entstehen. Auf ihm wollen das Gesundheits- und das Forschungsministerium sowie die Staatskanzlei die Kompetenzen rund um Medizin und Gesundheitswirtschaft bündeln.

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Kernstück wird die bundesweit erste Fachhochschule für Gesundheitsberufe mit 1000 Studienplätzen für nichtärztliche Heilberufe sein. Das Projekt soll 500 Arbeitsplätze beherbergen und ein Finanzvolumen von jährlich 75 Millionen Euro haben. "Der Gesundheitscampus wird eine entscheidende Ergänzung der nordrhein-westfälischen Gesundheitspolitik", sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Das Land werde versuchen, dort möglichst viele Institutionen der Gesundheitswirtschaft zu konzentrieren.

Auf dem Campus wird sich das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit ansiedeln. Geplant ist, dass das Epidemiologische Krebsregister von Münster dorthin geht, das Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen soll aus Krefeld übersiedeln. Neu entsteht ein "Kompetenzzentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen" mit 42 Stellen. "Der Campus soll auch für private Einrichtungen ein attraktiver Standort werden", betonte Laumann.

Im Mittelpunkt werden fünf Bereiche stehen, sagte Staatssekretär Professor Stefan Winter: Strategie und Vernetzung; öffentliches Gesundheitswesen; Forschung; Qualifikation und strategische Technologiefelder wie die Telematik. "Wir wollen eine Art Katalysator bilden, eine Plattform, die verschiedene Leute zusammenbringt." Die Landesregierung habe sich für das Ruhrgebiet als Standort entschieden, weil es nirgendwo sonst ein Einzugsgebiet mit sechs Millionen Einwohnern und eine vergleichbare Krankenhausdichte gebe, sagte Laumann.

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