Lieferengpässe

Cannabis wird knapp

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BERLIN. Schwerkranke Patienten, die Cannabis als legales Schmerzmittel bekommen, müssen wegen Lieferschwierigkeiten mitunter wochenlang auf ihr Medikament warten.

Das räumte das Gesundheitsministerium in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken ein.

Anfang und Ende 2014 seien bei den Lieferungen aus den Niederlanden Engpässe aufgetreten.

Das habe zu Verzögerungen "von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen" geführt, heißt es in dem Ministeriumsschreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" (Dienstag) darüber berichtet.

Nur 382 Patienten bundesweit

Nach einer offiziellen Statistik dürfen derzeit bundesweit 382 Schmerzpatienten ganz legal Cannabis beziehen.

Dabei verlässt sich die Bundesregierung eigenen Angaben zufolge bislang ausschließlich auf Importe aus den Niederlanden, was bei Linken und Grünen auf Kritik stößt.

"Bei Lieferengpässen werden so Patientinnen und Patienten billigend im Stich gelassen", beklagte der drogenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Frank Tempel.

Harald Terpe von den Grünen ergänzte: "Bei anderen Medikamenten wäre das ein unhaltbarer Zustand." Beide fordern deshalb eine Cannabis-Agentur zum lizenzierten Hanfanbau.

Die Koalitionspläne sehen bislang jedoch lediglich vor, dass Schmerzpatienten ab 2016 Cannabis auf Rezept erhalten können.

Hintergrund ist ein Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts. Drei Patienten war dort der heimische Cannabis-Anbau erlaubt worden, weil entsprechende Medikamente für sie wegen der fehlenden Kostenübernahme unerschwinglich seien. (dpa)

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Kommentare
Dr. Wolfgang P. Bayerl 17.04.201506:59 Uhr

beim amerikanischen Geheimdienst nachfragen, der finanziert seine guten Kriege damit.

Tabak und Schnaps ist auch zu teuer

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