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Neuer WIdO-Report

Corona hat Fehlzeitengeschehen in Betrieben massiv beeinflusst

Seit Beginn der Corona-Pandemie 2020 war mehr als jeder fünfte Beschäftigte von krankheitsbedingten Fehlzeiten im Zusammenhang mit der Virusinfektion betroffen, berichtet das Wissenschaftliche Institut der AOK.

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Berlin. Die Corona-Pandemie hat sich ganz erheblich auf die Fehlzeitenentwicklung in deutschen Unternehmen ausgewirkt. Laut einer Auswertung für den neuen Fehlzeiten-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) stieg der Krankenstand der Beschäftigten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres deutlich an. Dies sei vor allem auf Atemwegserkrankungen und den wellenartigen Verlauf von COVID-19-Infektionen zurückzuführen gewesen, teilte das WIdO am Dienstag mit.

Seit Beginn im Februar 2020 war den Angaben zufolge mehr als jeder fünfte Beschäftigte (22,5 Prozent) von krankheitsbedingten Fehlzeiten im Zusammenhang mit dem Coronavirus betroffen. Knapp vier Prozent dieser COVID-19-Erkrankten waren im weiteren Verlauf wegen Long-COVID oder Post-COVID krankgeschrieben.

Erzieher und MFA besonders betroffen

Für seine Untersuchung wertete das WIdO die Fehlzeitenentwicklung von insgesamt 15,6 Millionen AOK-versicherten Erwerbstätigen bis Juli 2022 aus. Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte die Pandemie bei den Fehlzeiten demnach im März dieses Jahres.

Der Mitherausgeber des Reports und stellvertretende WIdO-Geschäftsführer Helmut Schröder betonte bei der Vorstellung der Auswertung, vor allem Erzieher und Beschäftigte im Gesundheitswesen seien von Erkrankungen im Zusammenhang mit einer akuten COVID-Infektion betroffen gewesen.

Betrachte man alle erwerbstätigen 14,1 Millionen Personen, die im Pandemie-Zeitraum von März 2020 bis Juli 2022 mindestens einen Tag bei der AOK versichert waren, seien Berufe der Kindererziehung mit etwas mehr als 28.300 Erkrankten je 100.000 AOK-Mitglieder am häufigsten betroffen gewesen – gefolgt von Medizinischen Fachangestellten (MFA) mit knapp 25.850 Erkrankten. (hom)

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