Berufspolitik

"Deutlich mehr Honorar" für Bayerns Vertragsärzte?

MÜNCHEN (sto). Die Vertragsärzte in Bayern werden im kommenden Jahr "deutlich mehr Honorar" bekommen, so die Sichtweise der Krankenkassen.

Veröffentlicht: 18.12.2008, 05:00 Uhr

Nach einer Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern werden die Kassen 2009 rund 4,9 Milliarden Euro an die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) überweisen. Damit werde eine hohe Versorgungsqualität in allen Fachbereichen ermöglicht. "Voraussetzung ist allerdings, dass die KVB eine gerechte und angemessene Verteilung der Honorare sicherstellt. Die darüber entbrannte Diskussion innerhalb vieler ärztlicher Fachgruppen gibt großen Anlass zur Sorge", heißt es in der Erklärung.

Im Vergleich zu den Ausgangswerten von 2007 steigen die Honorare nach Darstellung der Kassen nach der Entscheidung des Schiedsamtes um sechs Prozent. Das seien zusätzliche Ausgaben in Höhe von knapp 280 Millionen Euro. "Pro Arzt bedeutet dies rein rechnerisch ein Honorarplus von rund 1000 Euro im Monat", schreibt die Arbeitsgemeinschaft.

Befürchtungen der Ärzteschaft, dass das bayerische Spitzenniveau der ärztlichen Vergütung vor dem Hintergrund der bundesweiten Honorarreform um mehrere hundert Millionen Euro sinken würde, würden demnach nicht eintreffen. Schon bisher liege das Honorarniveau in Bayern rund 15 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

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