Die Geier warten auf die jungen Komasäufer

BERLIN (af). Die Geier warten schon. Sie sitzen auf dem Dach eines Clubs, der junge Menschen zu einem organisierten "Flatrate-Saufen" einlädt. Mit diesem Motiv hat der Rastatter Schüler Jean-Pascal Haas den Plakatwettbewerb "bunt statt blau" der DAK und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, gewonnen.

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Kinder und Jugendliche sprechen längst nicht mehr heimlich dem Alkohol zu. Zur Zeit verabreden sich Tausende von Jugendlichen über das soziale Netzwerk Facebook zu einer Alkoholorgie in Hamburger U-Bahnen am 30. September. Ab dem 1. Oktober soll Alkohol trinken im öffentlichen Nahverkehr der Hansestadt verboten sein.

Mehr als 26.000 Jugendliche landeten 2009 nach Alkoholsaufereien im Koma in Kliniken, hält das Statistische Bundesamt fest. Im Jahr 2000 lag die Zahl noch bei 9500.

Kritik: Alkohol ist in Deutschland sehr günstig

Die Plakate der 12.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zeigten, dass sich die Jugendlichen untereinander signalisierten, dass sie den ausufernden Alkoholkonsum ihrer Altersgenossen nicht cool finden, sagte DAK-Chef Herbert Rebscher bei der Übergabe der Preise am Montag in Berlin.

"Alkohol ist in Deutschland sehr günstig", kritisierte Dyckmans den leichten Zugang Jugendlicher zur Volksdroge Nummer eins.

Die Drogenbeauftragte zeigte sich besorgt, dass die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die sich ganz bewusst betränken, weiter zunehme. Insgesamt sinke die Zahl Jugendlicher Alkoholkonsumenten bereits seit den 70er-Jahren fortlaufend ab.

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