Berufspolitik

Dienstantritt und ein krankes Kind allein zu Hause? Kein Problem, Hilfe naht!

Beruf und Familie sollen sich besser miteinander vereinbaren lassen - der kommunale Klinikkonzern Vivantes setzt ganz besondere Akzente.

Veröffentlicht: 05.06.2011, 15:00 Uhr

BERLIN (ami). Die beiden großen Krankenhäuser Berlins geben sich familienfreundlich. Nach der Uniklinik Charité hat jetzt auch die kommunale Vivantes GmbH das Zertifikat des audit "Beruf und Familie" der gemeinnützigen Hertiestiftung erhalten.

"Vivantes mit seinen neun Klinikstandorten möchte so dem demographischen Wandel und dem zunehmenden Fachkräftemangel begegnen, bindet seine Beschäftigten und versucht natürlich auch weitere Nachwuchskräfte zu gewinnen", sagt Dr. Eva Müller-Dannecker, Resortleiterin Change-Management bei Vivantes.

Einige Maßnahmen für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat der größte kommunale Klinikkonzern Deutschlands für seine 13.000 Mitarbeiter bereits umgesetzt. So gibt es Teilzeit- und Gleitzeitregelungen bei Schichtdiensten. Auch für flexible Kinderbetreuung ist gesorgt. Das so genannte "Kids Mobil" betreut Mitarbeiterkinder in Notfallsituationen. Dazu kooperiert Vivantes mit der Kinder im Kiez GmbH.

Muss ein Vivantes-Mitarbeiter unvorhergesehen Dienst antreten, für erkrankte Kollegen einspringen, wird das Kind krank oder fällt die Regelbetreuung aus, dann kommen die qualifizierten Betreuer von Kinder im Kiez kostenlos direkt in die elterliche Wohnung. Das Angebot gilt laut Vivantes für Kinder zwischen acht Monaten und zwölf Jahren an allen Tagen, zu jeder Zeit, auch kurzfristig.

Die bestehenden Maßnahmen werden nun erweitert. Dazu sollen Führungsgrundsätze für eine familienbewusste Personalpolitik entwickelt werden. Geplant ist auch, künftig mehr Führungspositionen auf Teilzeitbasis zu ermöglichen.

Im Wettbewerb um Fachkräfte setzen immer mehr Kliniken auf Familienfreundlichkeit. Bundesweit haben nach Vivantes-Angaben derzeit 62 von rund 2000 deutschen Krankenhäusern das Zertifikat des audits "beruf und familie".

Mehr zum Thema

„ÄrzteTag“-Podcast

„Nach 20 Jahren können wir endlich eine E-Mail verschicken!“

Rheinland-Pfalz

Gesundheitsnetzwerke sollen die Versorgung sichern

Verdacht der Volksverhetzung

Ärztekammer distanziert sich von Anti-Virologen-Lied

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Herzecho: Ein kardiologischer Check vor der Gelenkersatz-Op lohnt sich vor allem bei älteren Patienten und solchen mit positiver Familienanamnese.

Auch bei asymptomatischen Patienten

Vor der Gelenkersatz-Op nach kardialen Risiken fahnden!

Vitamin D zur Supplementierung. Das Vitamin hemmt die Karzinogenese und die Tumorprogression nach Daten von In-vitro- und Tierexperimenten.

Seltener Metastasen

Hilft Vitamin D doch gegen Krebs?