Berufspolitik

Dr. Dirk Heinrich führt weiter den Berufsverband der HNO-Ärzte

Im Amt bestätigt: Dr. Dirk Heinrich bleibt an der Spitze des Berufsverbands der HNO-Ärzte. Heinrich, der auch SpiFa-Vorsitzender ist, lobt in seiner Bilanz das Terminservice- und Versorgungsgesetz.

Veröffentlicht: 02.11.2020, 00:41 Uhr
Dr. Dirk Heinrich ist in seinem Amt als Berufsverbandsvorsitzender der HNO-Ärzte bestätigt worden. (Archivbild)

Dr. Dirk Heinrich ist in seinem Amt als Berufsverbandsvorsitzender der HNO-Ärzte bestätigt worden. (Archivbild)

© Stephanie Pilick

Berlin. Dr. Dirk Heinrich bleibt für eine weitere Amtsperiode Präsident des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte e.V. Der 61-Jährige wurde am Samstag in einer Sitzung des Bundesvorstandes in Berlin im Amt bestätigt. Zur Vizepräsidentin wurde Dr. Kerstin Zeise (52) aus Berlin gewählt. Vizepräsident bleibt Stefan Drumm (55) aus dem niedersächsischen Adendorf. Das geht aus einer Mitteilung des Berufsverbands hervor.

Bei seinem Bericht zur Lage am Vortag der Wahlveranstaltung betonte Heinrich, dass sich die berufliche Situation für ambulant tätige HNO-Ärztinnen und -Ärzte in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert habe.

Kehrtwende bei der Budgetierung im TSVG

Durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vollziehe die Politik eine entscheidende Kehrtwende: „Die Politik hat endlich erkannt, dass Budgetierung im GKV-Bereich keine Probleme löse, sondern vielmehr Ursache von Wartezeiten, Ärztemangel und Investitionsstau in den Facharztpraxen ist“, würdigte der Hamburger HNO-Arzt das Gesetz. Insbesondere grundversorgende Fachgruppen, wie Augenärzte, Orthopäden und HNO-Ärzte, profitierten vom TSVG.

Gleichzeitig sei die Liste der nach wie vor bestehenden Probleme lang, ergänzte Heinrich. Die EBM-Reform habe lediglich die zu knappen Finanzen im GKV-Bereich umverteilt, auf die Novelle der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) warte man seit Jahren vergeblich, die Digitalisierung werde ohne Rücksicht auf den „Mehrwert für die Praxen“ durchgeboxt.

Ellen Lundershausen trat nicht mehr an

Gleichzeitig zur Neuwahl des Präsidiums verabschiedete der Bundesvorstand Dr. Ellen Lundershausen aus dem von ihr über lange Jahre ausgeübten Amt der Vizepräsidentin des Berufsverbandes. Die Erfurter HNO-Ärztin und amtierende Vizepräsidentin der Bundesärztekammer war nicht mehr zur Wahl angetreten. Sie habe auf wichtigen Feldern, wie der Reform der Muster-Weiterbildungsordnung oder der Allergologie, die Belange der HNO-Heilkunde entscheidend vorangebracht, lobte Heinrich.

In seiner Funktion bestätigt wurde PD Dr. Jan Löhler aus dem schleswig-holsteinischen Bad Bramstedt. Der 51-Jährige verantwortet als Bundesschatzmeister die Finanzen des Berufsverbandes. (eb)

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