KOMMENTAR

Ein Kongress, der so richtig boomt

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Es ist eine Veranstaltung der Superlative. Der Hauptstadtkongress in Berlin hat in diesem Jahr erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt, Plattform für die aktuellen Diskussionen in Medizin, Gesundheitspolitik und Pflege zu sein. Dafür gesorgt hat bereits die Eröffnung, in der ohne große Präliminarien die Bundesgesundheitsministerin zu den drängenden Themen wie Gesundheitsfonds, Beitragssätze, Ärztehonorare und Innovationen Position bezogen hat. Längst nicht jeder mag mit den Konzepten der Ministerin einverstanden gewesen sein. Aber Fakten sind Fakten - sie boten beim Kongress eine Basis für lebendige Diskussionen.

Bezeichnend ist, dass der Kongress auch in diesem Jahr immer weitere Kreise gezogen hat. Es sind eben nicht mehr nur die Spezialisten aus der Politik und den Gremien der Selbstverwaltung, die sich zu den Fachtalks treffen. Der Kongress wird zum Magneten für Niedergelassene, Assistenzärzte, Physiotherapeuten, und Pflegekräfte, die sich aus erster Hand informieren wollen.

Die Signale des Kongresses reichen längst nicht mehr nur bis ins Berliner Regierungsviertel. Die Botschaften aus dem ICC werden mittlerweile in ganz Europa gehört. Kein Geringerer etwa als der zuständige EU-Generaldirektor Robert Madelin kam nach Berlin, weil er sich wichtige Impulse erwartet für eine grenzüberschreitende Gesundheitspolitik.

Es kommt nicht von ungefähr, dass bei so viel Aufmerksamkeit auch die KBV reagiert. Sie will sich 2009 stärker engagieren und im Rahmen des Hauptstadtkongresses einen eigenen Tag des niedergelassenen Arztes ausrichten. Kein Zweifel: Das ist eine kluge Entscheidung.

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