Kommentar – Pflegekammerkonferenz

Ein neuer Ansprechpartner auf Augenhöhe

Von Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht: 14.06.2019, 13:30 Uhr

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich die Pflegekammern in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz mit dem Deutschen Pflegerat zu einem Interessen-Bündnis zusammenschließen. So geschehen am heutigen Freitag (14. Juni).

Aus der Taufe gehoben wurde eine Arbeitsgemeinschaft, die sich als Pflegekammerkonferenz konstituiert hat – als nicht eingetragener Verein. Da war doch was? Das erinnert an den rechtlichen Status der Bundesärztekammer.

Selbstverständlich hat die Pflege schon immer darauf geschielt, die politische Strahlkraft zu entwickeln, um sich in Berlin Gehör zu verschaffen. Doch der Weg dorthin ist noch sehr weit. So sind noch viele Fragen in den Ländern zu beantworten, wenn es um die Themen Kammer-Mitgliedschaft und Pflichtbeiträge geht.

Und dennoch: Der Schritt weist in die richtige Richtung und kommt zu einem Zeitpunkt, wo es kräftigen Rückenwind von der Politik geben dürfte. Und was bedeutet das für Ärzte? Ein neuer Ansprechpartner auf Augenhöhe.

Lesen Sie dazu auch: Pflegekammerkonferenz: Vorstufe für Bundespflegekammer wird etabliert

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Kommentare
Kurt-Michael Walter

Die AG Pflegekammerkonferenz ein Bremsklotz mehr im Bürokratensystem der "Pflege"


Die aus der Taufe gehobene Arbeitsgemeinschaft "Pflegekammerkonferenz" ist auf dem Weg zur "Bundespflegekammer".

Betrachtet man die Aktionen der Verbandsfunktionäre und Vereinspräsidenten in der bundesdeutschen Pflegeinfrastruktur so fällt auf, dass diese Herrschaften bisher immer nur für die eigene Verbands-Klientel und persönliche Karriere gesorgt haben.

Beispielsweise gibt es da die Story "Vom Präsidenten des Deutschen Pflegerat e. V. zum Staatssekretär im Gesundheitsministerium". Oder die Story vom Beirat im "Deutschen Pflegerat e. V. zum/r Kammerpräsidenten/In einer Landespflegekammer". Viele weitere solcher fragwürdigen Karrieren von Akteuren des "Deutschen Pflegerat e. V. könnten hier noch aufgeführt werden. Das ganze Erinnert an das "Goldman Sachs Versorgungssystem" in der Finanzwirtschaft/-Politik.

Fazit: Ist die Pflegekammerkonferenz ein neuer Ansprechpartner auf Augenhöhe für deutsche Ärzteschaft? Nein, eher nicht auch wenn es kräftigen Rückenwind aus der Politik vom Staatssekretär für Pflegeangelegenheiten geben dürfte.


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