Kommentar

Eine lange Liste mit Hausaufgaben

Von Rebecca Beerheide Veröffentlicht:

Das Aufatmen der Ländergesundheitsminister war deutlich zu hören, als die Pläne der Bundesregierung zur Reform der Bedarfsplanung konkreter wurden. Endlich, so dachten die Ressort-Chefs, könne man das Problem des Ärztemangels selbst in die Hand nehmen und die jammernden Bürgermeister beruhigen.

Doch die Euphorie trübt den Blick auf Probleme: "Die KVen haben künftig den im Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen aufgestellten Bedarfsplan den zuständigen Landesbehörden vorzulegen", heißt es im Versorgungsstrukturgesetz.

Wenn sich Kassen und ärztliche Selbstverwaltung schon bisher nicht einigen konnten, wie soll bei einer sektorenübergreifenden Bedarfsplanung mit den Ländervertretern Einigkeit erzielt werden? Streit ist schon programmiert.

Ob es durch drei Parteien am Verhandlungstisch neue Impulse für die Versorgung gibt, ist fraglich. Investitionen in die Infrastruktur von ländlichen Regionen scheuen viele Kommunen.

Lösungen für Ärztinnen, die aus familiären Gründen keine 60 Wochenstunden arbeiten können, hat die Selbstverwaltung noch nicht vorgelegt. Die Liste der Hausaufgaben ist für alle noch lang.

Lesen Sie dazu auch: Landarzt als Lebensform - ist das noch zukunftsfähig?

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Berufspolitik

Abirateron-Regress: Urologen in Nordrhein berichten von bis zu 40.000 Euro

* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Eine Frau streckt ihre Zunge heraus, man sieht ihre Zähne oben.

© vladimirfloyd / stock.adobe.com

Halitosis

Was hinter Mundgeruch stecken kann