Brandenburgs Kliniken

"Entsetzt" über Vergütung von Notfällen

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POTSDAM. Entsetzt über den Beschluss des erweiterten Bewertungsausschusses zur Vergütung der Notfallversorgung zeigt sich die Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg (LKBB). "Die Entscheidung des Schiedsgremiums widerspricht in grotesker Weise den Zielen des Gesetzgebers.

Dieser hatte mit der Krankenhausreform die Selbstverwaltungspartner beauftragt, eine aufwandsgerechte Vergütung für diese Leistungen zu gestalten. Wir sind entsetzt, was dabei herausgekommen ist", sagt LKBB-Geschäftsführer Dr. Jens-Uwe Schreck.

Statt 13,37 sollen die Kliniken den Angaben zufolge für Erstuntersuchungen zwischen sieben und 19 Uhr künftig 4,74 Euro erhalten. Vorgesehen ist zudem, dass sie Patienten, die tagsüber ohne akuten Behandlungsbedarf kommen, an Niedergelassene weiterschicken.

Abgesehen von der Abwertung ärztlicher Arbeit sei das nun veranlasste Prozedere für die betroffenen Patienten eine Zumutung, so die LKBB. "Es ist nicht nachzuvollziehen, was sich Kassen- und Ärztevertreter auf Bundesebene bei dieser Entscheidung gedacht haben." Sie könnten dabei weder Patienten noch praktische Umsetzung im Blick gehabt haben. (ami)

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