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Erhöhter Arzneirabatt zeigt Wirkung: Ausgaben sinken

194 Millionen Euro haben Hersteller den Kassen im September als gesetzlichen Rabatt zurückerstattet - 110 Millionen mehr als vor einem Jahr.

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FRANKFURT/MAIN (fst). Die Ausgaben der gesetzlichen Kassen für Arzneimittel liegen im September mit etwa 2,46 Milliarden Euro rund 1,1 Prozent unter denen des Vorjahresmonats, berichtet das Beratungsunternehmen IMS Health.

Bei dieser Zahl sind die von Herstellern und Apotheken zu leistenden Zwangsrabatte bereits berücksichtigt, nicht aber die Einsparungen aus Rabattverträgen.

Lässt man die Ausgaben für Vakzine und Testdiagnostika, die im September etwa 200 Millionen Euro betragen, außen vor, dann ergibt sich ein Rückgang der Ausgaben von 0,7 Prozent. Der Markt für Impfstoffe ist im September um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert geschrumpft. In den Vormonaten war das Umsatzminus meistens zweistellig ausgefallen.

Ursächlich für das schwache Ausgabenwachstum im August und den Rückgang im September dürften vor allem das Preismoratorium und der auf 16 Prozent erhöhte Zwangsrabatt sein, der seit August gilt. So mussten Hersteller im September den Kassen Rabatte in Höhe von etwa 194 Millionen Euro gewähren, im Vorjahresmonat waren es 85 Millionen Euro.

Im Gegensatz zu den Ausgaben hat die Menge der verordneten Packungen um rund drei Prozent auf knapp 55,93 Millionen zugenommen. Motor dieser Entwicklung waren ausschließlich verschreibungspflichtige Medikamente, die -  nach Packungen - um 3,5 Prozent zulegten.

Rezeptfreie Präparate dagegen verbuchten einen Rückgang um 0,4 Prozent. Auffällig ist, dass der Zuwachs bei Generika (5,2 Prozent) fast so hoch ausfällt wie bei patentgeschützten Originalen (5,8 Prozent).

Seit Jahresbeginn sind die GKV-Ausgaben für Arzneimittel und Impfstoffe um 2,7 Prozent auf rund 21,9 Milliarden Euro gewachsen.

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