Direkt zum Inhaltsbereich

Orthopädie

Experten raten: Erst ab sechs aufs Trampolin!

Orthopäden und Unfallchirurgen warnen vor den Gefahren des Trampolinspringens. Denn immer wieder verletzen sich Kinder dabei.

Veröffentlicht:

BERLIN. Eine Reihe von Hinweisen für Kinder zum Springen auf Trampolinen hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) zum Tag der Kindersicherheit am 10. Juni erarbeitet. Denn seitdem in vielen Gärten große Trampoline stehen, steigt auch die Anzahl der Verletzungen wie Knochenbrüche, Gehirnerschütterungen, Prellungen und Platzwunden, so die DGOU.

Seit 15 Jahren hat sich die Zahl der Trampolinunfälle bei Kindern mehr als verdreifacht. Das belegt eine Studie von deutschen Orthopäden und Unfallchirurgen (Unfallchirurg 2014; 117:915). Dabei sind rund ein Drittel (28 Prozent) der Verletzungen schwer, unter anderem Brüche der Arme und Beine sowie der Wirbelsäule. Die häufigste Fraktur stellt der Unterarm dar.

Zu den leichten Verletzungen (70 Prozent) zählen vor allem Verstauchungen des Sprunggelenkes, Prellungen und Gehirnerschütterungen, Verstauchungen der Wirbelsäule sowie des Hand- und Kniegelenkes. Zudem belegt eine aktuelle Erhebung des Robert Koch-Instituts, dass das Trampolinspringen bei den Ein- bis Sechsjährigen eine der häufigsten Ursachen bei Unfällen unter Beteiligung eines Sport- oder Freizeitgerätes ist (GBE Kompakt 2/16).

"Besonders verletzungsgefährdet sind Kleinkinder. Das liegt an den noch unzureichend ausgebildeten koordinativen und motorischen Fähigkeiten. Zudem sind ihre Gelenke noch äußerst instabil", erklärt Professor Peter Schmittenbecher, Kinderchirurg und Klinikdirektor des Städtischen Klinikums Karlsruhe. Die Experten empfehlen deshalb, Kinder erst ab einem Alter von sechs Jahren auf das Trampolin zu lassen. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

BÄK-Dialogforum junge Ärztinnen und Ärzte

Wie wird die Kammerarbeit für junge Ärzte wieder attraktiv?

Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hautkrebs

Wie sich das Bräunen im Solarium auf das Melanom-Risiko auswirkt

Lesetipps
Grafik eines übergewichtigen Menschen und einem EKG

© Dr_Microbe/stock.adobe.com

Kardiometabolische Erkrankungen

Adipositas und Vorhofflimmern: Besteht ein direkter Zusammenhang?

Apixaban, ein orales Antikoagulans zur Behandlung und Vorbeugung von Blutgerinnseln sowie zur Vorbeugung von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern.

© Soni's / stock.adobe.com

Vergleich bei dreimonatiger Therapie-Zeit

Apixaban vs. Rivaroxaban: Welches DOAK hat das geringere Blutungsrisiko?