Direkt zum Inhaltsbereich

Fünf Firmen vom Herstellerrabatt befreit

ESCHBORN (cw). Bislang haben knapp 20 Pharmaunternehmen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BafA) einen Antrag auf Reduzierung oder Befreiung von den gesetzlich geforderten Herstellerabschlägen für festbetragsfreie Arzneimittel gestellt.

Veröffentlicht:

Im vergangenen Jahr wurden vom BafA insgesamt fünf Bewilligungen erteilt. Einige Anträge seien aber noch nicht abschließend beschieden, sagte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage.

Die Möglichkeit, sich von dem am 1. August 2010 von sechs auf 16 Prozent erhöhten Herstellerrabatt befreien zu lassen, sieht das Sozialgesetzbuch V einesteils für Orphan Drugs vor, falls der GKV-Abschlag bewirkt, dass die F&E-Investitionen für dieses Produkt nicht mehr refinanziert werden können.

Zudem gilt die Befreiung für kleine Unternehmen, die durch den Zwangsrabatt in eine existenzbedrohende Lage geraten. Hier folgt das SGB V dem Artikel 4 der europäischen Transparenzrichtlinie (89/105/EWG), die auch eine regelmäßige Überprüfung der Zwangsabschläge durch das Bundesgesundheitsministerium fordert. Das BMG will sich dazu demnächst äußern.

Zu den bislang vom 16-prozentigen Herstellerrabatt entlasteten Unternehmen gehören der Allergie-Spezialist Bencard, die Reimporteure Inopha und Isopharm, der Nischenanbieter SpePharm sowie die Concept Pharma GmbH, die sich auf den Vertrieb von Wachstums- und Fruchtbarkeitshormonen konzentriert.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Cannabistherapie

Gesetzesänderung geplant: THC-Fertigarzneimittel nur labelgerecht zu verordnen

Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Logo vom ÄrzteTag extra der Ärzte Zeitung mit dem Porträt des Podcast-Gesprächspartners Reinhard Pfingsten von der apoBank

© apoBank

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Arzt bereitet eine Biopsie vor.

© Rokas / stock.adobe.com

Aktive Überwachung

Prostatakrebs: Urintest kann Biopsien ersparen