Bayern

Fürsprecher in allen Kliniken

Mehr Patientenrechte für Bayern: Gemeinsam mit den Kliniken will der Freistaat an jedem Krankenhaus Patientenfürsprecher etablieren. Der Haken: Es gibt keine Pflicht.

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Minister Huber - will Fürsprecher an allen Kliniken.

Minister Huber - will Fürsprecher an allen Kliniken.

© Marc Müller / dpa

MÜNCHEN (nös). Bayern will künftig an allen Kliniken im Freistaat Patientenfürsprecher. Eine entsprechende Initiative haben das Gesundheitsministerium und die bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) gestartet, teilte das Ministerium am Freitag in München mit.

Die Vereinbarung sieht allerdings keine Pflicht zur Einstellung der Vertrauenspersonen vor. Vielmehr soll "auf freiwilliger Basis bei den Krankenhausträgern" dafür "geworben" erden.

Bereits Ende vergangenen Jahres hatte sich Bayerns Patientenbeauftragte Dr. Gabriele Hartl für den Ausbau der Stellen ausgesprochen.

In einigen Modellprojekten praktiziert der Freistaat dies bereits - allerdings mit Ehrenamtlichen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es die Vertrauenspersonen an rund jeder fünften Klinik im Freistaat.

"Der Patientenfürsprecher als Vertrauensperson kann eine wichtige Rolle im Krankenhaus spiele", sagte der BKG-Vorsitzende Franz Stumpf.

Bayerns Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber sagte: "Sie nehmen sich Zeit für die Sorgen der Patienten." Der CSU-Politiker sieht die Einsatzfelder der Fürsprecher etwa beim Umgang zwischen Klinikpersonal und Patienten, aber auch bei "vermuteten Behandlungsfehlern".

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