Köhler-Nachfolge

Gassen steigt in den Ring

Andreas Gassen will an die Spitze der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Die Fachärzte in der Vertreterversammlung haben den Düsseldorfer Orthopäden und Unfallchirurgen bereits auf den Schild gehoben.

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Dr. Andreas Gassen - bald schon KBV-Chef?

Dr. Andreas Gassen - bald schon KBV-Chef?

© Nils Franke / KBV

BERLIN. Gassen statt Köhler: Dr. Andreas Gassen könnte bald die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) führen. Ämter in der verfassten Ärzteschaft bekleidet Gassen schon heute.

Er ist unter anderem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie stellvertretender Vorsitzender der Vertreterversammlung der KBV. Jetzt strebt Gassen das Spitzenamt in der KBV an, das nach dem Rücktritt von Dr. Andreas Köhler zum 1. März vakant wird.

In einer "sehr kollegialen und sachlichen Sitzung" hätten sich die Fachärzte in der KBV am vergangenen Freitag für ihn als Kandidaten für den Vorstandsvorsitz entschieden, sagte Gassen am Montag der "Ärzte Zeitung". Die fachärztliche Fraktion hat in der Vertreterversammlung die Mehrheit. Die Wahl findet voraussichtlich am 28. Februar statt.

Das KBV- und KV-System für alle Ärzte und Psychotherapeuten optimal auszurichten, beschrieb Gassen als seine Vision. Dabei gehe es in erster Linie um die Honorarpolitik der Ärzte, aber nicht ausschließlich.

Vertreter aus der Politik und der Kostenträger bräuchten in diesem System Ansprechpartner, mit denen sich Kompromisse erzielen ließen, sagte Gassen. Immer werde dies jedoch nicht möglich sein.

Er werde im Falle seiner Wahl sicherlich einiges anders angehen als Köhler, sagte Gassen, der trotz seiner Aufgaben als Funktionär nach wie vor regelmäßig am Operationstisch steht. Er wisse, wovon er rede und kenne die Auswirkungen des Vertragssystems auf die Vertragsärzte aus eigener Erfahrung.

Gassen, Jahrgang 1962, ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und praktiziert seit 1996 in einer Gemeinschaftspraxis in Düsseldorf. (af)

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Kommentare
Dipl.-Med Torsten Lange 21.01.201407:28 Uhr

Einsparung

Wenn er wirklich kandidiert und es werden sollte, sollte man ( die KBV-VV ) gleich den Posten des 2. stellvertretenden VV-Vorsitzenden der KBV, den er bis dato bekleidet, einsparen und abschaffen. Ich halte diese/n "Posten" für überflüssig und wohl auch überbezahlt !

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