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Gebrauchsinfos - viele Patienten verstehen sie nicht

FREIBURG (hub). Lesen Patienten die Gebrauchsinfos ihrer Arzneien, verstehen sie oft Bahnhof. Mit Begriffen wie Synkope oder Dyspnoe kann keiner etwas anfangen. Auch Myalgie oder Parese sind den meisten unbekannt.

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Verständliche Gebrauchsinformationen können mit zu guter Compliance beitragen.

Verständliche Gebrauchsinformationen können mit zu guter Compliance beitragen.

© Foto: Travelfishfotolia.de

Das ergab eine Pilotstudie niedergelassener Ärzte am Uniklinikum Freiburg. 277 zufällig ausgewählte Patienten wurden mit über 3300 Fachausdrücken aus den Gebrauchsinformationen ihrer Medikamente konfrontiert.

Das Ergebnis war erschreckend: Nur 577 Begriffe wurden richtig erkannt - weniger als ein Viertel. 455 Ausdrücke (14 Prozent) wurden falsch erkannt, zu fast zwei Dritteln wurde gar nicht erst geantwortet. Selbst Begriffe wie Hypertonie, Bronchitis oder Diarrhoe wurden nur von jedem Zweiten richtig benannt.

Die Unverständlichkeit vieler Gebrauchsinfos trage zu mangelnder Compliance bei, meint Studienleiter Professor Konrad Wink aus Freiburg. Schließlich sei die Packungsbeilage für die Patienten eine wichtige Informationsquelle zu ihrer Arznei.

Die Forderungen der Kollegen sind denn auch eindeutig: Fachausdrücke müssen übersetzt oder zumindest erklärt, die Lesbarkeit insgesamt verbessert werden. Allerdings führe das nicht automatisch zu einer höheren Compliance.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Viele Patienten tappen bei den Gebrauchsinfos im Dunkeln

Lesen Sie dazu auch das Interview: Packungsbeilagen - da ist noch viel zu tun

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