Kommentar – TSVG-Protest

Geduld und starke Nerven

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Nein, der Ärger über das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) ist noch nicht verflogen. Beim bundesweiten Protesttag vieler niedergelassener Ärzte am Mittwoch – valide Zahlen über die Beteiligung gibt es leider nicht – richtete sich der Unmut erneut gegen Eingriffe in die Selbstverwaltung, gegen Mehrarbeit und Überwachungsaufwand des Versorgungsauftrags.

Trotz aller Signale des Bundesgesundheitsministers, über einzelne Themen im TSVG zu reden, bleibt das Misstrauen. Warum sollte sich das auch geändert haben?

Der offene Dialog zwischen Minister Spahn und den Ärzten am vergangenen Freitag war nur ein erster Schritt der Annäherung. Der zweite Schritt kann erst dann folgen, wenn die Ankündigungen tatsächlich Änderungen im Gesetzentwurf nach sich ziehen. Und dazu braucht es Geduld und starke Nerven.

Fakt ist, dass zumindest bei einem Schlüsselthema, wie dem Zugang zur Psychotherapie, ein Kompromiss in Aussicht ist. Beim Thema Zuschläge für Fachärzte gibt es die Bereitschaft, die vorgetragenen Modellrechnungen zu prüfen.

Scharfmacher braucht es in dieser Phase wirklich nicht – und schon gar keine Diskussion über Boykott-Maßnahmen oder eine kollektive Rückgabe der Zulassung.

Lesen Sie dazu auch: Protesttag: Ärzte wollen beim TSVG nicht klein beigeben

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