Direkt zum Inhaltsbereich

Analyse

Gesundheit ist der Job-Motor im Saarland

Der zweite Gesundheitsmarkt bietet im Saarland laut einer aktuellen Studie noch viel Potenzial.

Veröffentlicht:

SAARBRÜCKEN. Zwar gewinnt innerhalb der saarländischen Gesundheitsbranche auch der zweite Gesundheitsmarkt – privat finanzierte Angebote im Bereich von Fitnessstudios, Wellness und Gesundheitstourismus – an Gewicht.

Dennoch dominieren weiterhin die öffentlich bzw. durch Beiträge finanzierten Leistungen sowohl in ihrer Wirtschaftskraft, als auch in ihrer Bedeutung für die Beschäftigung.

Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) in Saarbrücken zur Beschäftigung und Arbeit in der saarländischen Gesundheitswirtschaft im Auftrag der Arbeitskammer des Saarlands hervor.

Der zweite Markt bleibt demnach bisher marginal: So stelle er im Saarland nur acht Prozent der Arbeitsplätze in der Gesundheitswirtschaft und etwas mehr als ein Prozent der Gesamtbeschäftigung.

Rechne man die vielen geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse ein, so reduziere sich mit Blick auf das Beschäftigungsvolumen die Bedeutung des zweiten Gesundheitsmarkts noch einmal erheblich.

Unterschätzter Beschäftigungsfaktor

Insofern sollten Strategien zur wirtschaftspolitischen Förderung dieses Segments dessen Potenziale realistisch einschätzen und dessen Beschäftigungsqualität kritisch reflektieren, mahnt der Autor der Studie Volker Hielscher.

Die Gesundheitswirtschaft sei im Saarland ein bisher unterschätzter Wachstums- und Beschäftigungsfaktor. Die Pflege sei dabei der stärkste Job-Motor. Es zeigten sich jedoch auch Handlungsbedarfe bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen und der Koordinierung der Versorgungsangebote.

Die Gesundheitswirtschaft des kleinsten Flächenlandes der Bundesrepublik biete in rund 4000 Betrieben – vom großen Medizintechnikunternehmen bis zur Arztpraxis – mehr als 85.000 Menschen einen Arbeitsplatz.

Damit überstiegen die Beschäftigtenzahlen in der Branche deutlich zum Beispiel die des saarländischen Metallgewerbes und der Automotive-Branche. (maw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Zusatzeinkommen

Lukratives Prüfgeschäft: Versorgerpraxen in der klinischen Forschung

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

© metamorworks / Getty Images / iStock

Krebsmedizin auf neuen Wegen

Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Ein Medikament unter vielen, das wenigen hilft? 2400 Wirkstoff-Kandidaten in der EU haben den Orphan-Drug-Status.

© artisteer / Getty Images / iStock

Wirkstoff-Kandidaten mit Orphan-Drug-Status

Orphan Drugs – Risiken für ein Modell

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vergleich mit anderen Ländern

Hautkrebs-Screening in Deutschland laut Studie ohne klaren Nutzen

Lesetipps
Eine Ärztin im Gespräch mit einer Patientin.

© HockleyM1 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Kollegin gibt Tipps

So gelingt eine gute Arzt-Patienten-Beziehung

Die Ursachen für eine Anämie sind zahlreich. Differentialdiagnostisches Denken ist vorrausgesetzt.

© doucefleur / stock.adobe.com

Von unbedenklich bis gefährlich

Blutbildveränderungen: Das Einmaleins der Anämie-Diagnostik