Berufspolitik

Gesundheitsnetz prosper gedeiht in Brandenburg

Das Gesundheitsnetz von Knappschaft und DAK versorgt in Brandenburg 25 000 Versicherte und möchte mehr Fachärzte zum Mitmachen bewegen.

Von Angela MisslbeckAngela Misslbeck Veröffentlicht:

COTTBUS. Das Gesundheitsnetz prosper Lausitz zieht nach knapp zwei Jahren eine positive Bilanz seiner Arbeit. Rund 260 Haus- und Fachärzte der Region im Südosten Brandenburgs wirken inzwischen an dem Netz mit. Das sind bereits 100 mehr als zum Netzstart im Januar 2008. Dennoch werden weitere Netzärzte gesucht, die mitmachen wollen. Vor allem Fachärzte - speziell Orthopäden - sollen für die Kooperationsversorgung gewonnen werden. Knapp 25 000 Versicherte der Knappschaft und der DAK versorgt das Netz derzeit. Auch hier sehen die Kassen noch Zuwachspotenzial.

Die Krankenkassen beteiligen die teilnehmenden Versicherten, niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser an den Einsparungen, die das Netz erzielt. Derzeit liegen diese Einsparungen nach Angaben der Knappschaft bei rund zehn Prozent. Das Honorar für prosper-Patienten bekommen die Ärzte weiterhin von der KV Brandenburg. Deren Tochtergesellschaft KV Consult ist in die Netzorganisation eingebunden.

Zum Netz gehören außer den niedergelassenen Ärzten auch die beiden großen Krankenhäuser der Region. So ist am Carl-Thiem-Klinikum ein Transportdienst für Patienten und eine Koordinationsstelle für Patientenvermittlungen eingerichtet worden. Die Kliniken sind auch in die Behandlungspfade einbezogen, die inzwischen für sieben Indikationen bestehen. Das sind Asthma bronchiale und COPD, Hypertonie, Diabetes Typ 2, Mammakarzinom, akute und chronische Knieerkrankungen, OP von Hernien und Varizen sowie für den Einsatz von Protonenpumpeninhibitoren.

Der Vernetzungsprozess ist noch längst nicht abgeschlossen. Weitere Behandlungspfade und Therapieempfehlungen sollen für Patienten mit Harnwegsinfekten, Osteoporose und koronare Herzerkrankungen im nächsten Jahr hinzukommen.

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