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Geteiltes Echo auf Umbaupläne der PKV

BERLIN (fst). Die Überlegungen einiger privater Krankenversicherungen für einen radikalen Umbau des Krankenversicherungsmarkts haben Lob und Kritik geerntet.

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Große Versicherungsgesellschaften wie die Allianz, Münchener Rück und Axa haben in einem Diskussionspapier radikale Reformvorschläge vorgelegt, die auf ein Ende des Geschäftsmodells der privaten Krankenvollversicherung hinauslaufen (wir berichteten). Stattdessen wird ein Modell einer Basis-Krankenversicherung erwogen, die sowohl von gesetzlichen Kassen als auch von PKV-Unternehmen angeboten werden könnte. Zur Zeit sind in Deutschland 8,55 Millionen Menschen privat krankenvollversichert, 19,75 Millionen haben eine private Zusatzversicherung.

Diese Ideensammlung einer Arbeitsgruppe im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) trifft vor allem bei kleineren Krankenversicherern auf vehementen Widerspruch. Rolf Bauer, Vorstandsvorsitzender der Continentale Krankenversicherung, nannte die Diskussion "über die Aufgabe des Geschäftsmodells der PKV komplett überflüssig". Die Überlegungen könnten "nur einer Gedankenwelt entspringen, die primär an Aktionärsinteressen und Börsenkursen ausgerichtet ist". Der PKV-Verband teilte mit, man wolle "interne Arbeitspapiere nicht kommentieren".

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Elke Ferner dagegen begrüßte den Vorschlag für einen einheitlichen Basistarif: "Das hätte man mit der jüngsten Gesundheitsreform auch schon haben können", sagte Ferner. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Birgitt Bender, sagte, die privaten Krankenversicherer hätten "endlich erkannt, dass ein geteilter Versicherungsmarkt langfristig keinen Sinn macht". Der Vorschlag der Versicherer gehe "in Richtung Bürgerversicherung". Die Links-Fraktion wertet das Diskussionspapier als "Eingeständnis", das Geschäftsmodell der PKV sei "gescheitert".

PKV-Verband lehnt einen Kommentar ab.

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