Direkt zum Inhaltsbereich

Gleiche Vergütung für ambulante Op soll 2011 kommen

Internisten sind enttäuscht über Schwarz-Gelb. CDU kündigt neue Gesetze an.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN (sto). Die bisherigen gesundheitspolitischen Entscheidungen der schwarz-gelben Koalition enttäuschen die Ärzteschaft. Das wurde beim Bayerischen Internistenkongress in München deutlich. Die Ärzteschaft habe erwartet, dass nach dem Regierungswechsel "frische Luft ins System kommt", erklärte Dr. Andreas Hellmann, Vorsitzender der Vertreterversammlung der KBV. Stattdessen gebe es wieder nur Kostendämpfungspolitik. "Unsere Hoffnungen haben sich nicht erfüllt", erklärte Dr. Hanns-Friedrich Spies, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Als Beispiel nannte Spies den "verkorksten Paragrafen 116b, an den sich niemand heranwagt".

Der Start der neuen Regierung sei nicht der beste gewesen, räumte der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Rolf Koschorrek ein. Angesichts eines drohenden Defizits von elf Milliarden Euro in der GKV habe akuter Handlungsbedarf bestanden. Das Problem sei jetzt mindestens bis zum Ende der Legislaturperiode gelöst. Für 2011 kündigte Koschorrek Reformgesetze an, deren Ziel unter anderem eine bessere Vernetzung von ambulanter und stationärer Versorgung sei. Ein Anfang könnte mit einer einheitlichen Vergütung ambulanter Operationen gemacht werden. Die Ankündigung, wonach Medizinische Versorgungszentren künftig mehrheitlich in ärztlicher Hand sein sollen, sei aus juristischen Gründen jedoch nicht umsetzbar, so Koschorrek. Außerdem: Die Bereitschaft der Politik, sich mit einer neuen Honorarreform auseinanderzusetzen, sei "sehr begrenzt", meinte der CDU-Abgeordnete. Das sollte die Ärzteschaft selbst regeln.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Urlaubsmitbringsel

Reisedermatosen: Wie vorgehen bei den drei häufigsten Tropenparasiten?

Mega-Analyse

BMI ade? Beim kardiovaskulären Risiko kommt es auf das Bauchfett an

Lesetipps
Ein Wegweiser zum nächsten WC plus ein Symbol für eine rennende Person.

© Pixel-Shot / Stock.adobe.com

Nichtinfektiösen Durchfall erkennen

Das sind die Warnzeichen für chronische Diarrhö