Hauptstadtkongress

Gröhe fordert bessere Vernetzung der Versorger

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Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU, links) und Moderator Dr. Eckart von Hirschhausen (rechts) beim Hauptstadtkongress.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU, links) und Moderator Dr. Eckart von Hirschhausen (rechts) beim Hauptstadtkongress.

© Stefanie Pilisch

BERLIN. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat bei der Eröffnung des Hauptstadtkongresses am Dienstag in Berlin eine bessere Vernetzung der Versorger als eine zentrale Herausforderung der Zukunft angemahnt. "Es geht darum Mannschaften zu bilden", sagte er. Dies gelte zum Beispiel für die Palliativversorgung, in der nur ein Team in der Lage sei, die Versorgung nicht auf eine einzige medizinische Leistung zu reduzieren, sondern die gesamte Lebenssituation des Patienten in den Fokus zu rücken.

Immer noch werde im medizinischen Alltag zu oft die Auffassung vertreten, eine hohe fachliche Kompetenz sei automatisch mit einer exzellenten Kommunikationsfähigkeit verknüpft. Davon könne aber nicht die Rede sein, sagte der Minister.

Gröhe wies in diesem Zusammenhang auf Studien hin, aus denen hervorgeht, dass viele Patienten massive Probleme haben, Gesundheitsinformationen zu verstehen. Hier gelte es, die kommunikative Kompetenz von Ärzten bereits im Medizinstudium verstärkt aufzubauen.

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Eine Leistungsorientierung und eine Sektoren übergreifende Versorgung ist bei vielen Brennpunkten leichter darstellbar als "in Zeiten der Abschreckung" durch das Antikorruptionsgesetz eine vernetzte Versorgung. Ein Beispiel: Bei dem Problemfeld "explodierende" Zahl der Rückenoperationen könnten die Operateure zur Nachbehandlung in Bezug auf Rückenbescherden in den nachfolgenden zwei Jahren verpflichtet, oder besser noch für die Kostenübernahme der Nachfolgenden behandlungen verpflichetet, werden. Ein großes Problem für ambulante Versorgung ist ja die aufgezungene Vernetzung durch zu frühe "blutige" Entlassungen aus dem Krankenhaus.


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