Grüne wollen wahres Regressrisiko der Ärzte wissen

BERLIN (HL). In einer parlamentarischen Anfrage an die Bundesregierung begehrt die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Auskunft über das tatsächliche Regressrisiko der Vertragsärzte.

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Hintergrund: In einer Umfrage der KBV unter 12.000 Medizinstudenten waren Wirtschaftlichkeitsprüfungen und Regresse als wichtigster Hinderungsgrund für eine Niederlassung als Vertragsarzt genannt worden.

Auf der anderen Seite, so die Grünen, gehe aus KBV-Daten hervor, dass beispielsweise 2007 nur bei 2,7 Prozent der Ärzte ein Richtgrößenverfahren eingeleitet worden sei.

Die Vermutung der Grünen: "Diese Diskrepanz zwischen wahrgenommener Existenzbedrohung und den tatsächlichen Regressen verhindert eine objektive Diskussion der Problematik und trägt zur Verzerrung des Gesamtbildes bei."

Die Grünen wollen nun präzise Auskunft von der Bundesregierung über die Anzahl der Wirtschaftlichkeitsprüfungen bei Arznei- und Heilmitteln, differenziert nach Regionen, nach Auffälligkeits- und Zufallsprüfungen sowie über die Spannbreite der Regresssummen.

Ferner soll die Bundesregierung eruieren, wie hoch der Anteil der Ärzte ist, die Praxisbesonderheiten vorab geltend machen oder die Praxisbesonderheiten erst im Rahmen eines Prüfverfahrens anerkannt bekommen.

Schließlich möge die Regierung darlegen, auf welche Weise sie auf eine bessere Information bei angehenden Ärzten über den tatsächlichen Umfang von Regressen hinzuwirken gedenke.

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